Katzengoldhornissen

Wenn unsere Welt sich so entwickelt, wie es einige Zukunftsforscher visionieren, wird in wenigen Jahrzehnten ein Punkt erreicht sein, über den hinaus nichts weiter mehr vorausgesagt werden kann (Technologische Singularität). Dieser Punkt ist wie eine WAND. Dahinter scheint alles Mögliche möglich zu sein. Die Beschleunigung der Entwicklung dahin ist nahezu exponentiell. Wir befinden uns in einem Szenario, dessen Dynamik nicht mehr aufzuhalten ist. Interessanter noch: “Wir” sind vielleicht in der nächsten evolutionären Phase gar nicht mehr wichtig. Von uns geschaffene Maschinen werden Intelligenz und Bewusstsein neu definieren und ihrerseits ständig komplexer werdende Maschinen designen – ohne unser Zutun. Maschinen, Geräte, Instrumente werden ein Eigenleben entwickeln: Artificial Life.

Meine neuen Arbeiten befassen sich mit dieser Thematik.

Zur Zeit werden die “Katzengoldhornissen” (Arbeitstitel)“ noch an der oben beschriebenen WAND starr befestigt. Im Förderjahr (2006) werden sie in den RAUM hineinwirken. Sie werden fliegen lernen!
LICHT und TRANSPARENZ werden in der entstehenden Arbeit eine große Rolle spielen. Vorherrschende Farben: Hellgelb, Gold, leuchtende Schatten … Bernsteinzimmer.
Die instrumentartigen Objekte werden gotisch nach oben streben und sich gegenseitig mittels Flaschenzügen wie ein Perpetuum Mobile in die Höhe ziehen. Mr. Vertigo. Mir schwebt ein heidnisch-sakraler, technoider Dom vor…

Festlegung: Ich werde das ganze Jahr eine gelbe Sonnenbrille mit Goldrand tragen, auch an verregneten Tagen (vor allem an verregneten Tagen!).

Die Zukunft soll hell sein.

(30.10.2005, Bewerbungstext für ‘Kunstfonds’)

Ein Gedanke zu „Katzengoldhornissen“

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