
Der Weg des Lichtkeimes
3D-Skizze zum Komplex Camera Obscura
Logbuch von Stefan Zöllner

Der Weg des Lichtkeimes
3D-Skizze zum Komplex Camera Obscura
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Neon meat dream of a octafish
Serie von 45 Blättern
20,5 x 29 cm
Stifte, Tusche, Neonfarben auf Inkjetprints (zum Teil Überdrucke
herausgerissener Seiten eines Kataloges der Künstlerin Inge Mahn)
August 2010
Hommage an Captain Beefheart and his Magic Band
—
Nachtrag:
Heute, 1 Monat nach diesem Eintrag, hat sich der Captain zur Begegnung mit dem Chef der Dadaisten aufgemacht. Bis bald, Don …
„The great artist of tomorrow will go underground.“
Preisfrage: Wer hat das gesagt?
Stefan Zöllner präsentiert Interjection
Beschäftigung mit Comics als ästhetisches Ausgangsmaterial für die künstlerische Konzeption, Erschliessung von Methoden der Trivialisierung oder der Übertreibung, Zeichnen von Cartoons als Erholung vom Ernst der Schönen Künste, Storyboards, Speechbubbles oder Stop Motion als Erweiterung des Tafelbildes … es gibt viele Annährungen. Johannes Gehrke, Violetta Hövelmann, Anne Kaminsky, Simone Letto, Markus Marquart, Peter Sutter und Stefan Zöllner zeigen anläßlich der Schließung des WP8 dazu korrespondierende Arbeiten.
Interjection
1-Nacht-Instant-Ausstellung
WP8
Kölner Str. 73
40211 Düsseldorf
3.11.2010
ab 20:00 Uhr

Mobilmachung 2010
Installation, Gruppenausstellung „I know it when I see it“, Köln
Objekt-Assemblagen, Fundstücke, Artefakte im halbfertigen Zustand, Noch-nicht-Kunst oder Nicht-mehr-Kunst, Gerümpel und Zeug als Rohstoff für kommende Meisterwerke, Schnüre und Schläuche als Verbinder kriechen aus Koffern, wo sie manchmal ungeordnet, manchmal systematisch sortiert herumliegen, kommen aus ihrer Passivität hervor wie wilde Springteufel und beginnen einen Tanz. Sie klettern übereinander, schubsen und stoßen sich gegenseitig und bieten sich gegenseitig Kletterhilfe (Spitzbubenleiter). Mitten in der Bewegung stoppt das Ganze, wird Bühnenbild, verweilt als Gruppenstatue etwa wie Artisten, die sich zu einer Menschenpyramide formiert haben und schweratmend aber lachend den Applaus genießen. Danach geht es zurück in den Koffer und auf die Heimreise.
Nur ein Trickfilm bleibt als Zeitzeuge zurück.

I know it when I see it, 2010
Gruppenausstellung
Barthonia Forum, Köln
21. -25.4.2010
mit
VIOLETTA HÖVELMANN | ADRIAN LOHMÜLLER | MARKUS MARQUARDT | ANDREAS TECHLER | FRIEDRICH VON HÜLSEN | STEFAN ZÖLLNER | Special Guest: ANDREAS GEHLEN

Anagramme @1
Sammlung Siepermann, Wuppertal
2010
Die Objekte: [nggallery id=9]
Das Buch: [nggallery id=11]

Aspergill/Osterwasser, 2005
Gießkannenschimmel
inflammatorisches Response-Syndrom
Entscheidung nach:
Eintrittspforte der Erreger
Reverse Transkriptase / Dulbecco
Nukleophilwasserstoff
Coalbrookdale-Brücke
WASSERHEILUNG
quasi-kristallin strukturiert
SIW

„Brut“, 2009
@ WP8, Düsseldorf
(Foto: Heinz Hachel)
hat damit zu tun, Dinge passieren zu lassen
(… passieren im Sinne von etwas, das im Vorbeigehen geschieht)

„Wimpernstein“, 2009 (Anagramme I)
Im Zuge der Arbeit an „Anagramme“ stosse ich auf seltsame Blüten …
Im Rahmen der Arbeit „Anagramme“ führte eine Serie von Wortverdrehungen zur „Leiterin der Fuge“ (eine multiple Persönlichkeit zwischen einer unbekannten Bürovorsteherin und Paul Celan) und ihren Anweisungen: nämlich dass ich eine Fuge komponieren müsse, betitelt „C-Dur Brille“.
Ein Axiom vom „Anagramme“ lautet: alles was dabei herauskommt, muss realisiert werden. Also hatte ich keine Wahl.
Nun habe ich natürlich keine Ahnung, wie so etwas geht. Das dreisemestrige Studium der Musikwissenschaft hat da nichts hinterlassen. Neulich, zu Besuch bei einem Freund, schlug ich vor, eine Fuge zu komponieren. Ich dachte mir am Klavier eine kleine Melodie aus, von der ich glaubte, sie klinge irgendwie nach Bach (um bescheiden zu bleiben). Währendessen fragte ich Georg, ob es nicht ein Programm gäbe, dass Fugen berechnen könne. Er fand sofort was. Ein halbe Stunde später hatte wir „Tonica_Fugata“ installiert, die Melodie notiert, eingegeben und drückten den Button „Fuge berechnen“.
Innerhalb einer Microsekunde spukte das Programm die fertige Partitur aus.
Hier ist sie:
cdurbrille 2009 / mp3-128kBits/s-Stereo
Die einstimmige Melodie am Beginn ist mein Werk, der mehrstimmige Rest ist das Produkt eines coolen Algoritmus‘.

Die „Leiterin der Fuge“, 2009
1.) Etwas, das per se keine Bedeutung hat, bekommt diese durch Fokussieren und Insistieren.
2.) Wenn also an sich bedeutungslose Objekte mit semantischem Mehrwert aufgeladen werden, liegt dem ein Fokussieren und Insistieren zugrunde,
3.) Will eine Behauptung einen Sinn erfinden, muss sie so fokussiert sein, dass sie Tatsachen gebiert.
4.) Tatsachen (Objektebene) sind identisch mit Behauptungen (Wortebene) in dem Sinne, dass eine Möglichkeit sich (real) behauptet hat & den Beweis auf diese Weise existentiell erbringt.
5.) Behauptung – Beweis – Gesetz
Thesen aus „Anagramme“, 2009

Ein ereiferter Dorn im Bitumentest, 2009
Jürgen Fricke hat als Strippenzieher im Hintergrund dafür gesorgt, dass mein 4D-Schach erneut der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Die Sigint 2009, veranstaltet vom Chaos Computer Club findet vom 22-24-5.2009 in Köln / Mediapark statt.
Interessierte können im Vorfeld hier die Spielregeln studieren.

2 Spieler überdenken ihre Strategie (Vernissage der Ausstellung „Hasta l’Awista“ in Düsseldorf, 2006) – Foto: Heinz Hachel
Neues Projekt im Rahmen der Semantischen Felder: ANAGRAMME
Die Idee: Mit Hilfe von Anagrammen (sprachlich) zu neuen Denkgebilden (Objekten) kommen.
Durch Sprach- und Objektzerlegung einen inhaltlich-konzeptuellen Mehrwert erzeugen.

Mit getrockneter Hühnerhaut überzogener Maulkorb, 2009

Maulkorb, Hähnchenschenkel (Bio), 2009