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Stefan
Zöllner
PARCOURS
Rauminstallation
2004
Diese Installation war Eingeweihten auch als das
"Lange Ding von Herrn Zöllner" bekannt.

Ein Parcours ist ein Hindernislauf.
Hier ging es darum, KunstObjekte (längst fertiggestellte und solche, die noch in Arbeit waren)
und schlichten Sperrmüll zu einem spannungsgeladenen Ganzen zu verbinden.

Gedanken an verhasste Turnübungen in nach Schweiß riechenden Hallen kamen in mir auf.
An ledergepolsterte Folterinstrumente wie etwa den "Barren".

Den Parcours zu absolvieren hatten handliche Objekte wie der unten zu sehende
"Fahrer", der auch in früheren Installationen ( >> Erotomaniacs) eine Rolle spielte
und hier gerade die Rippenbögen eines zersägten Schaukelstuhles überwindet.

Die Installation erstreckte sich am Boden in der Länge auf ca. 14
m
Allerdings musste auch die Vertikale mit ca 4 m von den Deliquenten bewältigt werden.

Vielen Besuchern fiel auf, daß das Ganze auch den Eindruck einer Kettenreaktion
hervorrief.
Man konnte sich auch ein Dominospiel vorstellen.

Unter welchen Bedingungen würde der hellgrüne Borstenklöppel nach vorne schnellen?
Was löst diese Bewegung ihrerseits wieder aus?

Die Kräfteverteilung bündelten sich an bestimmten Punkten.
Sehnen, Muskeln, Knochen ...

Aspekte einer Fließbandproduktion:

Der mondäne Chick von Gelsenkirchner Barok:
Und, nicht zuletzt, die Dynamik eines Oldtimers.

( Fotos: Stefan Zöllner)
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