Koordinaten

derRaum-Logbuch

Stefan Zöllner

November 8, 2007

Unverkäuflich

Abgelegt unter: Lyrik, Labor — Administrator @ 8:56 pm


Labor 3, 2007, Detail: Navigator (foto by nikon d40, no additional treatments)

1. Wenn es in der Kunst etwas gibt, das unverkäuflich ist - in dem Sinn, wie man sagt: Liebe ist nicht käuflich - dann ist es das und nur das, was mich in ihr interessiert.

2. “Das Labor” als Installation verschenke ich an jeden, der es öffentlich zugänglich (zu meinen Bedingungen) ausstellt.

3. “Das Labor” sollte in einer Schaufenstersituation gezeigt werden (z.B. Neumarkt Passage). Oder mitten im Karstadt in einem dieser Carrés zwischen Uhren, Parfums und Lifestyle-Accessoirs. Möchte doch mal den Etagen-Manager sehen, der von der 1a Werbewirkung für seine Abteilung nicht zu überzeugen ist.

4. Deal mit dem Vatikan …

Header: Atheist im Kölner Dom!
Subheader: Sakrale Kunst oder Sakrileg?
Imagetitle: Der Künstler Stefan Zöllner wird “den Stall ausmisten”
Text: Ein mutiges Experiment wagt derzeit die römisch-katholische Kirche …

Februar 4, 2006

webart

Abgelegt unter: Lyrik — Administrator @ 11:44 pm

Drucken Sie Bildschirmfotos von “derRaum.com” aus & schicken Sie mir das Blatt in einem frankierten Umschlag zu der Adresse (*) . Ich signiere es und schicke es Ihnen zurück.

(* siehe impressum)

November 4, 2005

Collagen 2005

Abgelegt unter: Lyrik — Administrator @ 11:48 am

Komischer Vogel “, Collage, 2005

November 1, 2005

Sandiges Spreitzfett

Abgelegt unter: Lyrik — Administrator @ 9:28 pm

zwischen deinen Schwarzhaarigen,
Türen die beim Angeln stöhnen
nein, in den Augen
wo schwarze Schmiere wie schlierige Schmincke klumpt
so wie Salz & Brotkrümmel
die Haut der schwarzen Nacktschnecken ritzen
zungenküssende Kampfpartner
Schaum & Speichel des Todes …
Schwarze Haare wie Wolle auf dem Küchenboden
rostige Schere mit Blut in den Schenkeln
Schändung … schlechte Frisur
Da wurdest du unwirsch & wolltest nicht mehr sein
mit jenen, die dich liebten
wolltest töten mit Steinwürfen
Das war dann die hysterische Grausamkeit des Irren
Du bin ja ich
Renn durch den Regen
den Großmüttern die Hüte vom Kopf schlagend
Spring in die Pfützen
Betrinke dich sabbernd & kotzend
Renn weg
Renn weg
Salzige Brandung in meinem Inneren
ich schließe die Augen mal wieder
achte reglos auf alles:
ein Gefühl, das wahrnimmt
Ruhe
Endstation
Langeweile

4.6.1990

Rosenknospen

Abgelegt unter: Lyrik — Administrator @ 8:56 pm

wie weiche Flut, alkalisch
die ewige Jugend, pupurn & braun
schwarze, glänzende Wimpern um das Muschelfleisch
hart das weiße Porzellan
die elektrische, schmerzende Lust
der Schrei, nach hinten fallend
nochmals die Sehnsucht
beim Erwachen der Farben
dem Dampfen der alten Erde
zurück zu dir
das bin ich
nun allein
ich weiß, wovon ich spreche
das Gebet an deinem Ohr
die magnetischen Wellen
am zitternden Rückgrat
silberne Verpuppung, goldenes Erwachen
weil es wie Schmerz klingt
weil es wie Brandung schmeckt
weil ich dich liebe
wo kannst du nur sein?

19.2.1990

Die innere Häutung

Abgelegt unter: Lyrik — Administrator @ 8:47 pm

Darmschlingen sich immer wieder aus dem Munde ziehen
& Lügen wie Sprechblasen blähen & ploppen lassen
dabei die Wangen wie Tonsuren konkav nach innen gesaugt
& die Augen hohl und bitter
auf die Wepennester ihrer Mumien gerichtet:
so alle Lappen fallen lassen!

11.3.1993

La Reine

Abgelegt unter: Lyrik — Administrator @ 8:30 pm

Finsteres Blau hechelt im Tropfen
Schmerzschwarze Schlieren ziehen uns ab
Harzstreusel, quarzharter Schorf, sibirische Landschaft
Wenn der Körper uns drückt wie die blasige Walze,
überlängt in der Schwere des Plasmas,
gebären wir schleimige Lämmer
anstatt im Eishimmel zu schweben.
Ohnmacht umfängt den König der Olme
im nassen Kokon: schwitzende Erde
das Futteral ist seine Rüstung
Mondsperma träufelt endlos zu Fäden
& wie er auch entläßt ins Leere,
was ihn in schmerzender Schwangerschaft bläht,
so wird seine Nacktheit fetter
& fahl die schwarzen Augen,
die nichts sehen.

10.6.1991

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