
“Homunculus”, 2009 (case#34)
don’t touch this: activate the changeling!

(Bildzitat www.violet-wand-germany.biz)
Ich schwöre, heute höre ich zum ersten Mal den Begriff “Violet Wand” und erfahre, was es damit auf sich hat.
Dabei habe ich einen Original Violet Wand, ohne Tesla-Trafo und Handgriff, aber mit vielen noch intakten Elektroden, für eine Spottpreis auf dem Flohmarkt gekauft, ohne zu wissen, zu was die sonderbaren Geräte gut sein sollten … zu einer Zeit als meine Kofferserie schon 2 Jahre alt war. Ich wollte ihn erst nicht haben, weil er die Originalität meiner Idee untergrub. Irgendwie ein alberner Gedanke, denn meine Koffer kommen kunsthistorisch ja nicht aus dem Nichts. Wenn man sich nun die Ästhetik der Violet Wands aus den 20er Jahren einmal ansieht, kann man sich aber auch fragen, inwieweit die Idee des Vaters aller Kunstkoffer (MD/RS) absolut originär war. Und das rückt die Dinge in ein neues Licht.
Man kann sich außerdem fragen, ob das Schwarzlicht, das ich seit einiger Zeit in meinen Installation benutze, auch wieder mit all dem zu tun hat.
Derzeit arbeite ich erneut am Projekt Semantische Felder und der forcierte Drang, alles mit allem zu verbinden, greift auf meine Wahrnehmung über. Interessanter Zustand.
Die seltsamen Früchte demnächst hier …
Schlösser des Notfallkoffers klicken, um ihn zu öffnen ; Tools und Transmutationskarten zum Vergrößern klicken
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Der Notfallkoffer beinhaltet:
01 Einen Plasmastab zur Erzeugung von Statischer Elektrizität
02 Einen Horchvektor (Trommelfellbohrer)
03 Eine eingeweckte Kundalinidrüse
04 Eine pataphysikalische Säge
05 Ein Senkblei mit 7 m Schnur
06 Eine holographische Cakraspritze
07 Einen siebenstufigen Fanghaken
08 Eine Saugschutzsonde
09 Zwei (Miniatur) Hirschfänger
10 Eine Kautschukschnauze
11 Ein Fahnenritzel
12 Einen Quarzquasar
13 Eine (sehr kleine) Hammerhaizange
14 Eine Transmutationsvorlage (Larvenhaut)
15 Ein (Fanghaken)-Projektil
16 Zwei Transmutationskarten von 1503–06
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Alle Module sind auf soliden Sockeln verankert und können im Bedarfsfall schnell entnommen und nach erfolgtem Eingriff ebenso schnell wieder eingesetzt werden. Bitte beachten: Dieser Gerätekoffer ist ausschließlich für den Einsatz bei Geistigen Notfällen ausgelegt. Bitte studieren Sie vor Inbetriebnahme die Transmutationskarten sorgfältig.
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Der Schlitten wird in einem Reisekoffer aufbewahrt und transportiert. (Alle Geräte müßen in Ernstfall für eine Mobilmachung allzeit bereit sein.) Am Einsatzort können die Elemente unproblematisch montiert werden. Die Montage dauert weniger als 7 Stunden. Anleitung beiliegend.
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“Crazy Jack Bauer”, 2006 Das WP8 in Düsseldorf feiert sein 15 jähriges Bestehen und bespielt einen Raum auf der TEASE ART FAIR in Köln. Ich bin mit einigen Arbeiten vertreten z.B. SELBSTVERSUCH (aus der Werkgruppe: “Mobilmachung”) |
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Schamanenbedarf II
Developer Kit / Grundausstattung
six-pack / core 2 duo / (5 inside projection case, 1 on explorer-belt)
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Nr.1 , Schlüssel ist ein Duplikat + öffnet einen Alu-koffer / gekauft Nov. 2006 // am Koffer selbst befindet sich das Original//
Nr.2 wie Nr.1, öffnet “Bluebox1″ (Objekt vom Mai 2006)
Nr.3 wie oben, öffnet “Bluebox2″ (Objekt vom Mai 2006, Version mit Ledertop)
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9/12/2006

Prüfanlagenprüfung
Samstag, 2.12.06 ab 16 Uhr
@ Schwahn Systems
Gesellschaft für Automatisierungstechnik mbH
Kunstfelderstraße 7
51069 Köln
Anfahrt:
Linie 4 bis Odenthalerstr.
in Fahrtrichtung LINKS, 40 m bis zur Berlinerstr,
an der Ampel links und sofort wieder rechts
nach 200 m auf der linken Seite die Einfahrt
hinter dem Fitnesscenter
Nachtrag Dezember 2008:
Es gibt mittlerweile hier Fotos von der Aktion

Die Kofferserie wurde weitergeführt.
Neue und ältere Modelle werden gezeigt vom:
17-19. November 2006
@ derRaum
im Rahmen der Offenen Ateliers, Köln.
Der Koffer als Aufbewahrungsort, Bühne, Rahmen, Transportcontainer.
Darin: Dinge, die von einem Sammel- und Transformationsinstinkt geordnet und mit Bedeutung aufgeladen wurden.
Aufgabe: Unauffällig an den Bestimmungsort gelangen, dort effizient auf den Geist der Zielgruppe einwirken, unauffällig zur Homebase zurückkehren.
Option: Den Koffer verlassen und eine Rauminstallation im Handyformat bilden.

“Rainmaker” im Einsatz
@
Kulturbunker Mühlheim
im Rahmen der Langen Nacht Kölner Museen, 2006
(Schnellschuß aus der Hüfte: 4 Tage zuvor wurde ich kurzfristig von Till Kniola eingeladen, zur “Langen Nacht der Kölner Museen” meinen Beitrag zu leisten. Ein Fall für die Koffer, ganz klar)

Objekte von 1995 in einem Greyhound-Koffer abgelegt 2006
Zeitungsausschnitt zeigt Manifestationen von Lava
@plan.d. - Düsseldorf, Juli 2006

Blick in eine mit Organen und Schleim gefüllte Schaumstoffhöhle, eingenäht in einen Koffer, 2006
noch zu sehen in der Galerie plan.d. in Düsseldorf (Finissage 24.6.06)
Nachtrag 27.4. : der Schleim ist mittlerweile eingetrocknet …

Rainmaker, 2006 (work in progress)
Fundstücke und aus der Warenwelt entnommene handliche Objekte, die mit minimalen Eingriffen zu magischen Tools fusioniert worden sind, verbleiben zur Reifung zunächst in der entropiereichen Umwälzanlage des Ateliers. Sie landen in einem der zahlreichen Umzugskartons. Oder sie warten in einem Regal auf ihren Einsatz. Dies ist jedoch kein lang andauernder Zustand. Im Gegenteil: Die Objekte befreien sich im Zuge meiner Arbeit immer wieder aus ihrer vorläufigen Zuordnung und bieten sich erneut an. Im Zeitraffer vorgestellt, gleicht mein Atelier einem Ameisenhaufen. Kleine animierte Plastikteile ändern ständig ihre Koordinaten.
Verschiedene solcher „Geräte für den Ernstfall“ (Ausstellungstitel von 1995) wurden 2006 in edle Koffer, Schatullen und Kisten eingebaut. Die unruhigen Geister befinden sich jetzt auf den ersten Blick in einem Zustand der soliden Ordnung. Sorgfältig verstaut und schützend umhüllt. Aber ihr Aufenthalt im Koffer verweist auf weite(ere) Reisen und somit auf erneute Bewegung. Am Zielort angekommen, wird der Koffer geöffnet. Die Insassen scheinen den Betrachter nach Sinn und Zweck ihres Hierseins zu fragen und fordern ihn förmlich auf, sie in Betrieb zu nehmen. Als Ensemble aufeinander bezogen oder als Set aufeinander abgestimmt, sind sie wie Schauspieler, die auf den Regisseur, oder wie Instrumente, die auf den Virtuosen warten.
Wird es zu Handlungen kommen? Bis die Koffer verschlossen werden und es wieder heißt: hasta l’avista, baby …
Dynamik ist auch das Thema von weiteren Arbeiten, die ich in der Galerie plan.d zeigen werde: “4D-Schach” zum Beispiel fordert die Ausstellungsbesucher zu einem Strategiespielchen der besonderen Art auf (dauert kaum länger als 6 Stunden).

Der “Flightcase” im Schaufenster des WP8.
Die Ausstellung kann bis zum 30.12.2005 gesehen werden.
Nachtrag:
“Flightcase” ist wieder zu sehen: “hasta l’AWISTA” , Galerie plan.d , Düsseldorf, bis 24.6.06, www.plan-d.de