Transmutationen
innerhalb des Parallaxenapparates
für folgerichtige Kunst:
- immer alles Bekannte zerlegen und neu (anders) zusammensetzen
- Unmögliches realisieren
- Ausruhen verboten
für spannende Kunst:
- hohe Unwahrscheinlichkeit
- Ideen, die der Entropie trotzen
- trotzdem chaotisch

Labor 3, 2007, Detail: Navigator (foto by nikon d40, no additional treatments)
1. Wenn es in der Kunst etwas gibt, das unverkäuflich ist - in dem Sinn, wie man sagt: Liebe ist nicht käuflich - dann ist es das und nur das, was mich in ihr interessiert.
2. “Das Labor” als Installation verschenke ich an jeden, der es öffentlich zugänglich (zu meinen Bedingungen) ausstellt.
3. “Das Labor” sollte in einer Schaufenstersituation gezeigt werden (z.B. Neumarkt Passage). Oder mitten im Karstadt in einem dieser Carrés zwischen Uhren, Parfums und Lifestyle-Accessoirs. Möchte doch mal den Etagen-Manager sehen, der von der 1a Werbewirkung für seine Abteilung nicht zu überzeugen ist.
4. Deal mit dem Vatikan …
Header: Atheist im Kölner Dom!
Subheader: Sakrale Kunst oder Sakrileg?
Imagetitle: Der Künstler Stefan Zöllner wird “den Stall ausmisten”
Text: Ein mutiges Experiment wagt derzeit die römisch-katholische Kirche …
Offene Ateliers 2007:

Das Labor 3 , Vogelperspektive, 2007 (mehr Bilder)
Rezept für einen Möglichkeitsraum:
Gegenstände, Begriffe, Vorstellungen auflösen, zerteilen, atomisieren. Nichts gelten lassen. Dann innerhalb des eigenen Systems neue Begriffe bilden, die sich in neuen Gegenständen manifestieren. Semantische Splitter der ausgelösten Begriffe durchkreuzen die Wahrnehmung des neuen Objekts. Ähnliche Operationen, Verfahren wiederholt anwenden. Gesetzmäßigkeiten vortäuschen.
Daraus resultierende Objekte, Begriffe, Statements miteinander verbinden, vernetzen. Die Knotenpunkte wieder auftrennen und Zwischenräume schaffen. Nicht Gesagtes, Manifestiertes in den Zwischenräumen suchen. Neue Knoten schaffen, bis das Netz zum Knäuel wird. Das ganze Knäuel mit einem Hieb durchtrennen und von vorne anfangen.
Wer das “Labor II” im Treibhaus auf der Kölner Artemiade im September verpasst hat, aufgepasst:
Das LABOR III wird @ derRaum / Dünnwald während der Offenen Ateliers 2007 gezeigt:

Noch strengere Forschung, besseres Equipement, verbesserte Technik!
Samstag 27.10 und Sonntag 28.10

© Stefan Zöllner, 2007 (mehr Bilder)

© Stefan Zöllner, 2007

© Schmitz & Hartmann, 2007

© Schmitz & Hartmann, 2007
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am 1. und 2. September nehme ich an der Gruppenausstellung ARTEMIADE teil. Sie findet in einer Gartensiedlung in Köln statt.
Mein Beitrag wird ein “Labor” sein, das ich in einem kleinen Gewächshaus installiere. Transparenz, Glas, Licht, Wärme, Feuchtigkeit, Förderung/Forderung von Wachstum, das ist der äußere Rahmen, der durch die Funktion des Ortes vorgegeben wird. Im “Labor” finden unter diesen Bedingungen rätselhafte Versuchsreihen statt: Alltagsgegenstände werden wie Moleküle gecrackt und in dynamischen, semantischen Transformationsprozessen zu Science-Fiction-Zwittern zwischen Maschine und Alien neu verschmolzen. Es geht um Grundlagenforschung am Leben. Hier arbeitet ein “Mad Scientist” alter Schule. Die Installation wird nach Anbruch der Dunkelheit besonders interessant sein.
Labor für Artemiade, |