Fuge

Im Rahmen der Arbeit „Anagramme“ führte eine Serie von Wortverdrehungen zur „Leiterin der Fuge“ (eine multiple Persönlichkeit zwischen einer unbekannten Bürovorsteherin und Paul Celan) und ihren Anweisungen: nämlich dass ich eine Fuge komponieren müsse, betitelt „C-Dur Brille“.

Ein Axiom vom „Anagramme“ lautet: alles was dabei herauskommt, muss realisiert werden. Also hatte ich keine Wahl.

Nun habe ich natürlich keine Ahnung, wie so etwas geht. Das dreisemestrige Studium der Musikwissenschaft hat da nichts hinterlassen. Neulich, zu Besuch bei einem Freund, schlug ich vor, eine Fuge zu komponieren. Ich dachte mir am Klavier eine kleine Melodie aus, von der ich glaubte, sie klinge irgendwie nach Bach (um bescheiden zu bleiben). Währendessen fragte ich Georg, ob es nicht ein Programm gäbe, dass Fugen berechnen könne. Er fand sofort was. Ein halbe Stunde später hatte wir „Tonica_Fugata“ installiert, die Melodie notiert, eingegeben und drückten den Button „Fuge berechnen“.

Innerhalb einer Microsekunde spukte das Programm die fertige Partitur aus.

Hier ist sie:

cdurbrille 2009 / mp3-128kBits/s-Stereo

Die einstimmige Melodie am Beginn ist mein Werk, der mehrstimmige Rest ist das Produkt eines coolen Algoritmus‘.

Die Leiterin der Fuge, 2009
Die „Leiterin der Fuge“, 2009

Bedeutung

1.) Etwas, das per se keine Bedeutung hat, bekommt diese durch Fokussieren und Insistieren.

2.) Wenn also an sich bedeutungslose Objekte mit semantischem Mehrwert aufgeladen werden, liegt dem ein Fokussieren und Insistieren zugrunde,

3.) Will eine Behauptung einen Sinn erfinden, muss sie so fokussiert sein, dass sie Tatsachen gebiert.

4.) Tatsachen (Objektebene) sind identisch mit Behauptungen (Wortebene) in dem Sinne, dass eine Möglichkeit sich (real) behauptet hat & den Beweis auf diese Weise existentiell erbringt.

5.) Behauptung – Beweis – Gesetz

Thesen aus „Anagramme“, 2009

Bitumentestgeraet, 2009

Ein ereiferter Dorn im Bitumentest, 2009

Das 4D-Schach auf der SIGINT 2009 in Köln

Jürgen Fricke hat als Strippenzieher im Hintergrund dafür gesorgt, dass mein 4D-Schach erneut der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Die Sigint 2009, veranstaltet vom Chaos Computer Club findet vom 22-24-5.2009 in Köln / Mediapark statt.

Interessierte können im Vorfeld hier die Spielregeln studieren.

4D-Schach, 2006

2 Spieler überdenken ihre Strategie (Vernissage der Ausstellung „Hasta l’Awista“ in Düsseldorf, 2006) – Foto: Heinz Hachel

Enigma

enigmatic tools
Print auf Transparentpapier, 2003

enigma
Enigmatische Tools aus „Das Labor“ @ derRaum, 2007

muff-darkroom
Muff, Objekt aus „Darkroom“ @ derRaum, 2004

Mit der Energie eines Quasares auf unbekannten Frequenzen senden ..
Minimale Geste
Und damit dann wuchern

Noch zu erfinden …

ACHTUNG! ICH KÜNDIGE MEINE TATEN IM INTERNET AN!

Scheidenwurst

Qualschrank

Schwitzkanone

Leberspeckquirll

Landungserbsen

Folterquallen

Halbaffenautomatik

Sendungsmuskel

Tickzucker

Mehlschweiß

Hepatitiscreme

Schabfleischlampe

Kothaube

Psychodiaphragma

Milchfettpumpe

Pickelfutter

Urinpeitsche

Filzlinseneintopf

Wespenhonig

Drehschmalzlamellen

Lattenpulver

Rektalbörse

Anisöffnung

Hemmschwelle

Ekelspender

Kiemenbremse

Autogenes Scheißen

Narkosensex

Wortliste vom 6. Januar 1995 (Seite 1 )

Die kursivgedruckten Erfindungen wurden in ein Lauflicht einprogrammiert und 1995 in der Ausstellung „Fallen und Trophäen“ im Schaufenster der Galerie am Schlachthof in Köln gezeigt.

Die fettgedruckten können hier vom CELEBRALATOR materialisiert werden.

Die Erfindungen wurden für die Aktion „Der wahre Underground“ (in der Kanalisation in Düsseldorf, 1996) mit Edding auf Luftballons geschrieben und in das anwesende Publikum, das der Slampoetry vom Stan Lafleur und anderen lauschte, verteilt.

hier ist die vollständige Liste von „Noch zu erfinden …“