Koordinaten

derRaum

Logbuch von Stefan Zöllner

November 30, 2005

Flightcase

Filed under: Geräte für den Ernstfall — Administrator @ 2:07 am

Objekt vom 30.11.2005

Das atavistische Modell. Die Tarnung nach außen ist perfekt.

Aneignung geistiger Grundsätze ohne Grund macht Spaß! Soviel weiß ich…

- Der Flightcase Nr.1 wird auf der Ausstellung “Glauben ist nicht Wissen” im WP8 in Düsseldorf vom 16- 30.12.2005 zu sehen sein. Eröffnung ist am 16.12.2005 ab 20:00 Uhr. -

November 28, 2005

Mandalabox

Filed under: Camera Obscura — Administrator @ 1:11 pm

Im verspiegelten Inneren der Box werden Röntgen-KNÄUEL transformiert.
Ist das KNÄUEL ausreichend angereichert, sendet die Box durch das “Auge” einen Lichtkeim aus (kohärent, oberhalb der Laserschwelle).
- Die Box ist ein Zentralmodul der CAMERA OBSCURA.

Alpha-Omega

Filed under: Digital — Administrator @ 12:53 pm

“Schicke Hölle”, Digitale Collage, Videostill, 2005

Transformationsprozesse der schmerzhaften Art.

mehr

November 27, 2005

Showroomdummies

Filed under: 4D-Schach — Administrator @ 12:24 am

dann schon lieber Schaufensterpuppen …

Hier also ein Link zu einer moderaten Pornoseite: “Erotomaniacs”

Schaufensterverhalten, Aussenwerbung, solche Sachen ….

November 26, 2005

Spieltheorie

Filed under: 4D-Schach — Administrator @ 4:06 pm

Das Ziel der Kunst muss eine “Loose-loose-position” sein, wenn sie die Durchschlagkraft eines Satori bekommen soll.

Selbstreferenzielle Systeme

Filed under: System — Administrator @ 2:19 pm

Sich selbst zitieren. Sich selbst kommentieren. Semantische Querstreben einbauen. Andeutungen machen, die versteckte unterirdische Verbindungen im eigenen Werk kurz beleuchten. Diese kurzen Hervorhebungen mit gegenteiligen Aussagen wieder zurücksetzen oder in Frage stellen. Spuren zurücklassen. Spuren verwischen. Köder auslegen …

Dieses Spiel kann man auch auf eine Interaktion des eigenen Werks mit der Kunstgeschichte ausweiten. Wo ich hinschaue, machen das ja auch alle.

Wo aber ist Offener Raum, der noch nicht verlinkt ist?

2D-Schach

Filed under: 4D-Schach — Administrator @ 1:14 pm

Was so ein richtiger 4D-Schach-Visionär nebenbei vielleicht auch tun sollte: mal reinschnuppern beim kleinen Bruder, dem ‘gewöhnlichen’ Schach. Wann habe ich eigentlich das letzte Mal gespielt? Mit 15? Wie Rochade geht, wußte ich schon nicht mehr … von ‘en passant’ hatte ich noch nie gehört.

Gestern Nacht ging es dann in den ersten Turnier gegen eine kleine Java-Anwendung. Ich war ein guter Verlierer in allen Spielen der Schwierigkeitsstufe 1.

Heute morgen habe ich gegen eine gehandicapte Ausgangsstellung von Schwarz (ohne Dame und ohne Türme) souverän gewonnen. Und gerade eben – ohne Handicap- gegen eine andere Programmierung REMIS erzielt (… naja, mit rückgängig machen von ungefähr 20 Spielsituationen).

Die Artificial Intelligence Forschung hat sich ja sowieso eher dem GO zugewendet. Da es im 4D-Schach um intuitives Erfassen von Raumzeit gehen soll, werde ich wohl den nächsten Selbstversuch unter Einfluß von Grünem Tee durchführen.

Ist ja auch einfacher …

Vielleicht sollte ich den Computer mal auffordern, ein chaotisches Bild zu malen, das SINN transportiert … also mal was anderes als Apfelmännchen.

November 22, 2005

Turnier von 2003

Filed under: 4D-Schach — Administrator @ 2:29 am

>> Mehr zum ersten Turnier von 2003.

4D-Schach Metaregel

Filed under: 4D-Schach — Administrator @ 1:47 am

Das 4D-Schach integriert Chaos!

Rochade

Filed under: 4D-Schach — Administrator @ 12:46 am

7 Bretter mit jeweils 7×7 Feldern

Eine Verschiebung der (Bretter) Ebenen durch den Spieler, der vier seiner Figuren senkrecht übereinander positioniert hat, ist möglich. (=Rochade)
Die Ebene wird dabei wie eine Schublade um eins bis sieben Reihen herausgezogen (jeweils nur in eine bestimmte Himmelsrichtung).
Dadurch kann die Spielsituation temporär verändert werden.
Wird durch eine solche Bewegung ein König mattgesetzt, ist das Spiel beendet.
Alternativ kann dadurch eine Figurenbewegung ausgeführt werden, die sonst nicht möglich gewesen wäre.
Nach seinem Zug muss der Spieler die Ebene zurücksetzen.
Bietet er mit Ziehen der Ebene Schach, kann er entscheiden, die Ebene in der gezogenen Position zu lassen.

November 20, 2005

System

Filed under: System — Administrator @ 4:05 am

Installation von 2001

Ein zersägtes Ehebett aus Urgroßmutters Zeiten mutiert zu einem Regelwerk von Schubfächern und Zugseilen.

Ein Besuch der spanischen Stadt Pamplona an einem enorm heißen Nachmittag unter Psylocibineinfluß im Sommer 2000 führte zu einer gesteigerten Empfänglichkeit für die dortige Architektur. Vor allem faszinierte mich die Verschachtelung der Fenstersysteme, die aus Innenfenster, Sicherheitsgitter, Aussenfenster und Fensterladen bestanden. Ich schoß 2 Diafilme davon.

Zu Hause in Köln begann ich mit der Arbeit am “System”.

Stellungskrieg

Filed under: 4D-Schach — Administrator @ 3:33 am

4D-Schach, Spielregelregel

Filed under: 4D-Schach — Administrator @ 3:16 am

Komplexe Spielregeln zulassen!
So komplex, dass das Spiel im eigentlichen Sinne kein Spiel mehr ist, sondern eine Zumutung + Herausforderung!

November 19, 2005

4D-Schach _ Regeln

Filed under: 4D-Schach — Administrator @ 10:32 pm

1. Den Figuren Spielstärken zuordnen. Jeder Spieler sucht sich verschiedene Figuren aus einem Fundus aus, die zusammenaddiert eine noch zu bestimmende Spielstärke ergeben. Der Fundus der Figuren ist ein extrem erweitertes Rollenspiel des “gewöhnlichen” 2-D-Schachspiels: Wir könnten hier Duchamps “Neuf Male Malic” als Figuren zulassen oder eigene Kreationen ins Spiel bringen. Für meine Mannschaft würde ich zur Zeit meine Hornissen antreten lassen…

2. Das 4D-Schach soll im Sinne einer Open Source-Software gespielt werden. Jeder Spieler definiert die Freiheiten seiner Figuren vor Spielbeginn. Er hat ein bestimmtes Kontigent an Bewegungen, die er auf seine Figuren verteilt: z.B in der Summe:
32v32h32d und ein “Joker” 00v00h00d

hier stehen die Zeichenketten

- ’00′ (eine um 90° gedrehte 8 (acht)) für Unendlich (d.h. bis SpielraumEnde)
- ‘v’ für vertikal
- ‘h’ für horizontal
- ‘d’ für diagonal

der Spieler initialisiert Figuren folgendermassen:

- der ‘Kneifer’ kann z.B. ’6v2h’ ausführen
- die `Katzengoldhornisse’ = ’2v3d’
usw.

jede Figur darf nur eine Richtungsänderung haben

Diese Eigenschaften können solange verteilt werden, bis die Summe 32v32h32d erreicht ist.
Maximale Anzahl der Figuren, die in den Spielraum dürfen: 16
Die Spielstärke ’00′ entspricht in etwa der ‘Dame’ des gewöhnlichen 2D-Schachs. Sie darf zusätzlich 2 Richtungsänderungen haben.
Die ’00′-Dame (Joker) gehört standardmäßig ins Spiel, kann aber erst gesetzt werden, wenn man die Hälfte seiner Figuren verloren hat.
Der König ist ebenfalls obligatorisch, kann immer nur ’1v1h1d’ und, wie die ‘Dame’, zwei Richtungsänderungen ausführen.

Da die Regeln sehr schwer intuitiv spielbar sind, steht für beide Spieler der zentrale Sekundant als eine Art Schiedsrichter zur Verfügung. Der Sekundant ist ein Rechner, der mit entsprechender Software und Interface zu der Hardware des Schachspiels ausgestattet ist. Er informiert die Spieler über die möglichen Züge (die am Spielanfang definiert wurden). Dies geschieht folgendermaßen:

to be continued…

(In den kommenden Aufzeichnungen zum 4D-Schach geht es nicht um bereits ausformulierte SPIELREGELN, die konventionelle Spielbarkeit ermöglichen, sondern um spielerische REGELVERSCHIEBUNGEN ‘gewöhnlichen’ Schachs, die zu MÖGLICHEN Konzepten für ein neues unendliches Spiel führen sollen…)

KNÄUEL

Filed under: Camera Obscura,Lichtkeim — Administrator @ 1:51 am

Eine Art Selbstüberhöhung/schätzung: das an sich doch recht große Universum vollständig überblicken, es wie einen ausgewürgten Ballen aus Unverdautem unter die Lupe nehmen zu wollen … als ob eine Art innerer Zenmeister uns anfaucht: “Du gehst hier nicht weg, ehe du den ganzen Westfluss in einem Zug ausgetrunken hast.”

In der KNÄUELserie von 1992 erlaubte ich mir-nach jahrelangem, selbstauferlegten Malverbot- eine wahre Malorgie!

Geräte für den Ernstfall

Filed under: Katzengoldhornissen — Administrator @ 1:33 am

Wir reden hier über Tools für Profis.
‘Katzengoldhornissen’ /’foolsgoldhornets’

Well, I’m a kingbee, baby, buzzin’ ’round your house …

(hier folgt ein Fanfarensolo)

is anybody out there?
is anybody inside?

Flash in a mirror

Filed under: Camera Obscura,Lichtkeim — Administrator @ 1:03 am

November 18, 2005

Alien Humor

Filed under: talking about ... — Administrator @ 12:47 am

“Your creations beautiful, but what I like best about them is that they all look as though they have an important function to perform, were intentionally made beautiful in the same way that people might choose to have a more expensive or beautiful car, even if it does the same things as a Fiat. And yet I can’t guess what the function is, sort of as if I’m looking at artifacts from a lost culture, or perhaps an alien race. It’s all very intriguing. Also, you have more than a mere technical prowess; there is definitely a sense of fun, of humor, because the pieces are also playful and inviting.”

Charles Powne, Soleilmoon Recordings

November 14, 2005

Die Posaune …

Filed under: Katzengoldhornissen — Administrator @ 2:20 am

… posaunt Singuläres über die Zukunft heraus! Leicht hysterische Fanfarenfrequenzen. Let’ s get excited …

Honigfaenger

Filed under: Katzengoldhornissen — Administrator @ 2:05 am

Meine Faszination für Hornissen hat etwas mit einem Traum zu tun, den ich in jungen Jahren hatte. Es gibt eine Notiz dazu, die ich demnächst hier veröffentlichen werde.

Situationsbedingt liegt …

Filed under: Katzengoldhornissen — Administrator @ 1:47 am

… eine Art Schlittenposaune abwartetend vor 4 Pickelhaubentypen.
Dazwischen tropft Honig im Inneren einer Säule.

Eines Morgens …

Filed under: Katzengoldhornissen — Administrator @ 1:16 am

… fand ich mich in ein riesiges Insekt verwandelt …

Objekt, 11/2005

Kneifer

Filed under: Katzengoldhornissen — Administrator @ 12:04 am

Eine weitere notwendige dekonstruktivistische Neubewertung deutschen Mobiliars. Es handelt sich hier um den “Honigsüchtigen Kneifer”, Teil einer größeren Installation, die an diesem Wochende @derRaum zu sehen war…

Während der Zerlege- und Umschichtungsarbeiten hörte ich immer wieder die Musik von Yello, die für mich in den 80er Jahren ein gewisses Dekadenzbewußtsein spiegelten … aber Captain Beefheart war mir zur der Zeit doch wichtiger. Danach verlor ich Yello aus den Ohren. Kürzlich hielt mir ein unbekannter Düsseldorfer Zukunftsfanatiker einen Batzen MP3 vor die Nase. Ob er geahnt hat, dass gut abgehangener eklektischer Kitsch gerade jetzt für mich ein Thema sein würde? Diese alten Schweizer wissen, was Groove ist. Die haben die letzen 15 Jahre nicht geschlafen. Eine Musik zu der man gut eine gelbe Sonnenbrille mit Goldrahmen tragen kann …

November 13, 2005

3D-Schach

Filed under: 4D-Schach — Administrator @ 6:58 pm

3-D Schach als Rauminstallation

Spiegel + Glas dominieren die Szenerie
luftige Räume mit transparenten Drucken

(Bohrung)

(Lampe)

210 cm

Objekte auch
ausserhalb
plazieren!

0,90 m

Bezüge aus Leder
mit Prägung
Holographien einbauen

(Abschrift einer Notiz vom 20/09/03, Kugelschreiber auf DinA4 Blatt)

November 12, 2005

Camera Obscura = Mensch

Filed under: Camera Obscura — Administrator @ 12:29 pm

Meine CAMERA OBSCURA ist von dem bekannten Prinzip eines primitiven Fotoapparats zwar inspiriert worden, hat sich aber von ein paar Objekten, die optische Funktionalitäten vortäuschen, zu einem Gesamtkunstwerk entwickelt, das mich noch weitere Jahre in Anspruch nehmen wird.

Derzeit umfasst die CAMERA OBSCURA eine Serie von 17 Objekten, 8 großformatige Dias und ein Video. Dazu kommt eine Sammlung von Ideen, die in den verschiedensten Medien festgehalten wurden: Zeichnungen, Skizzen und Notizen auf Zetteln, 3-D Modelle und Fotomontagen auf dem Computer, Texte, eine „Bedienungsanleitung“ usw…

Ziel aller Anstrengung ist eine ausschließlich der CAMERA OBSCURA gewidmete, finale Ausstellung in Form einer umfassenden, multimedialen Rauminstallation. Mir schwebt dabei eine Präsentation vor, die der eines Fotografiemuseums ähnelt. Es werden Versuchsanordnungen zu sehen sein, die die komplizierten Vorgänge zwischen den Modulen untersuchen und den Verdacht aufkommen lassen, daß die CAMERA OBSCURA ein Mensch ist.

Auszug aus einem Bewerbungsschreiben für einen Kunstwettbewerb, 2001

November 10, 2005

Roentgenknäuel

Filed under: Camera Obscura,Lichtkeim — Administrator @ 2:13 pm

Ein KNÄUEL als Totale einer Weltsicht genügt nicht!
7 Bilder müssen übereinander getoastet werden, um das langweilige weiße Licht (= Lichtkeim) zu erzeugen.

Stereoskop

Filed under: Camera Obscura — Administrator @ 2:06 pm

Aus KNÄUELS (holograpghische Röntgenplatten) können mittels Stereoskop Bilder haptisch gecheckt werden.
Der Blasebalg des Stereoskops pumpt im Rhythmus der Bilder.

Katzengold

Filed under: Objekte — Administrator @ 1:26 am

November 6, 2005

4D-Schach gegen duchamp und matta

Filed under: 4D-Schach — Administrator @ 7:29 pm

3-D Schach

Die gläserne Transparenz/Luzidität von M.D.
brauntöne / harte Grenzen / Perspektive
wie soll eine nichteuklidische Perspektive
ermittelt werden? Absurdität! Spielregeln?

____________

Spiegel von der Größe der Kacheln am Boden und an den Wänden als Sockel
die Figuren verschieben
sich ineinander
Verschachtelung

Verbindungen per Lichtstrahl? oder Leuchtstäbe?
Nylonfäden?
perspektivische Animation?

Pergament mit Objekten
Schichtungen

(Abschrift einer Notiz vom 20/09/03, Kugelschreiber auf DinA4 Blatt)

Flugzeugfressende Gärten

Filed under: Flugzeugfressende Gärten — Administrator @ 7:26 pm

Stefan Zöllner
Flugzeugfressende Gärten
Schaufensterinstallation

Galerie Berners, Köln, 2002

Presseinformation

In seiner zweiten Schaufensterausstellung zitiert Stefan Zöllner die Bilderserie “Jardin gobe-avions” von Max Ernst. Nahe an der Ästhetik dieser um 1935 entstandenen Bilder bleibend, gelingt es ihm dabei jedoch, stringent seinem eigenen Weg zu folgen, der sich in Zeichnungen schon lange angekündigt hatte: aus Fundstücken gefertigte Objekte werden zu Akteuren in Rauminstallationen und Computeranimationen.

Dazu eine Notiz des Künstlers:

„Nachdem ich mich jahrelang ausschließlich mit Malerei beschäftigt hatte, ging mir bei einem Rheinspaziergang auf, was man mit Fundstücken alles machen könnte. Was ich in diesen Tagen alles fand! Ich mußte nur das, was zusammenpasste, mit einem geeigneten Kleber und ein paar Schrauben verbinden. Die entstandenen Objekte waren stärker als jedes gemalte Bild. Sie waren aufgeladen von ihrer unnütz gewordenen Funktionalität und auch vom Rhein selbst: sie waren r(h)eingewaschen und bereit, eine neue Identität zu finden.
Manchmal war ich so ungeduldig, daß ich mit den Fundstücken noch vor Ort, sozusagen in der Schafsscheisse sitzend, herumprobierte. Ständig kreisten dabei Ideen in meinem Kopf, etwa die Funde/Objekte transformiert zurückzubringen und wie Findelkinder auszusetzen. Ich stellte mir arglose Spaziergänger vor und wie sie reagierten, wenn sie unvermittelt auf diese Teile stießen…
Aber der Gedanke, etwas Wertvolles geschaffen zu haben, hielt mich davon ab. Nur aus Funden, die ich nicht mit nach Hause nehmen wollte, machte ich Installationen, die liegenblieben und die ich nur fotografierte.

Mit „Flugzeugfressende Gärten“ bringe ich nun umgekehrt die Wildnis in die Räume der Galerie Berners. Sand und Kies vom Rhein werden eingefärbt und in „Beete“ eingeteilt. Diese verlaufen jedoch nicht im rechten Winkel, sondern treffen in spannungsgeladenen Spitzen aufeinander. Diese Architektur oder Landschaftsgestaltung hat „Jardin gobe-avions“ von Max Ernst zum Vorbild, aber auch japanische Steingärten, wie den des „Ryoan-Ji“-Tempels in Kyoto.
In dieser Marslandschaft sind wespenartige Propellerwesen gelandet oder abgestürtzt, die von anderen kleinen Insekten umschwebt werden; man kann ihre Flugbahnen erkennen. Manche von ihnen leuchten wie Tiefseefische. Dem Festmahl wohnen zwei Erkenntnis-module der „Camera Obscura“ bei: die verspiegelte „Mandalabox“ und der „Sensor“ registrieren und speichern die Vorgänge.“

mehr Information

November 4, 2005

Collagen 2005

Filed under: Collagen — Administrator @ 11:48 am

Komischer Vogel “, Collage, 2005

November 1, 2005

Sandiges Spreitzfett

Filed under: Poetry — Administrator @ 9:28 pm

zwischen deinen Schwarzhaarigen,
Türen die beim Angeln stöhnen
nein, in den Augen
wo schwarze Schmiere wie schlierige Schmincke klumpt
so wie Salz & Brotkrümmel
die Haut der schwarzen Nacktschnecken ritzen
zungenküssende Kampfpartner
Schaum & Speichel des Todes …
Schwarze Haare wie Wolle auf dem Küchenboden
rostige Schere mit Blut in den Schenkeln
Schändung … schlechte Frisur
Da wurdest du unwirsch & wolltest nicht mehr sein
mit jenen, die dich liebten
wolltest töten mit Steinwürfen
Das war dann die hysterische Grausamkeit des Irren
Du bin ja ich
Renn durch den Regen
den Großmüttern die Hüte vom Kopf schlagend
Spring in die Pfützen
Betrinke dich sabbernd & kotzend
Renn weg
Renn weg
Salzige Brandung in meinem Inneren
ich schließe die Augen mal wieder
achte reglos auf alles:
ein Gefühl, das wahrnimmt
Ruhe
Endstation
Langeweile

4.6.1990

Rosenknospen

Filed under: Poetry — Administrator @ 8:56 pm

wie weiche Flut, alkalisch
die ewige Jugend, pupurn & braun
schwarze, glänzende Wimpern um das Muschelfleisch
hart das weiße Porzellan
die elektrische, schmerzende Lust
der Schrei, nach hinten fallend
nochmals die Sehnsucht
beim Erwachen der Farben
dem Dampfen der alten Erde
zurück zu dir
das bin ich
nun allein
ich weiß, wovon ich spreche
das Gebet an deinem Ohr
die magnetischen Wellen
am zitternden Rückgrat
silberne Verpuppung, goldenes Erwachen
weil es wie Schmerz klingt
weil es wie Brandung schmeckt
weil ich dich liebe
wo kannst du nur sein?

19.2.1990

Die innere Häutung

Filed under: Poetry — Administrator @ 8:47 pm

Darmschlingen sich immer wieder aus dem Munde ziehen
& Lügen wie Sprechblasen blähen & ploppen lassen
dabei die Wangen wie Tonsuren konkav nach innen gesaugt
& die Augen hohl und bitter
auf die Wepennester ihrer Mumien gerichtet:
so alle Lappen fallen lassen!

11.3.1993

Katzengoldhornissen

Filed under: 4D-Schach,Katzengoldhornissen — Administrator @ 4:47 pm

Wenn unsere Welt sich so entwickelt, wie es einige Zukunftsforscher visionieren, wird in wenigen Jahrzehnten ein Punkt erreicht sein, über den hinaus nichts weiter mehr vorausgesagt werden kann (Technologische Singularität). Dieser Punkt ist wie eine WAND. Dahinter scheint alles Mögliche möglich zu sein. Die Beschleunigung der Entwicklung dahin ist nahezu exponentiell. Wir befinden uns in einem Szenario, dessen Dynamik nicht mehr aufzuhalten ist. Interessanter noch: “Wir” sind vielleicht in der nächsten evolutionären Phase gar nicht mehr wichtig. Von uns geschaffene Maschinen werden Intelligenz und Bewusstsein neu definieren und ihrerseits ständig komplexer werdende Maschinen designen – ohne unser Zutun. Maschinen, Geräte, Instrumente werden ein Eigenleben entwickeln: Artificial Life.

Meine neuen Arbeiten befassen sich mit dieser Thematik.

Zur Zeit werden die “Katzengoldhornissen” (Arbeitstitel)“ noch an der oben beschriebenen WAND starr befestigt. Im Förderjahr (2006) werden sie in den RAUM hineinwirken. Sie werden fliegen lernen!
LICHT und TRANSPARENZ werden in der entstehenden Arbeit eine große Rolle spielen. Vorherrschende Farben: Hellgelb, Gold, leuchtende Schatten … Bernsteinzimmer.
Die instrumentartigen Objekte werden gotisch nach oben streben und sich gegenseitig mittels Flaschenzügen wie ein Perpetuum Mobile in die Höhe ziehen. Mr. Vertigo. Mir schwebt ein heidnisch-sakraler, technoider Dom vor…

Festlegung: Ich werde das ganze Jahr eine gelbe Sonnenbrille mit Goldrand tragen, auch an verregneten Tagen (vor allem an verregneten Tagen!).

Die Zukunft soll hell sein.

(30.10.2005, Bewerbungstext für ‘Kunstfonds’)