Leviathan


Behelfsdarmnoppenroboter
Inkjetprints, Stifte, Tusche, Neon- und Goldfarben
ca 29 x 21 cm, 2011
Texte der Wortwarte entliehen …

Anagramm @4
Anagrammgedichte von “Lunge eines Künstlers” (links) und “Soldatengedanken” (rechts) werden von einer Computerstimme vorgetragen …
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Neuronenburst
Blatt # 1 aus der Serie TRANSHUMAN
30 unfertige, undatierte, am 19.6.2011 überdruckte und überarbeitete Zeichnungen
Inkjetprints, Stifte, Tusche, Neon- und Goldfarben
ca 29 x 21 cm
Texte der Wortwarte entliehen …
possible soundtrack

Anagramm @5
Synchrone Licht- und Tonsignale im Morsecode übermitteln Anagramme von möglichen Objektbeschreibungen …

Johannes Gehrke inspiziert “Anagramm @5″
Zöllner Vernisage BBK | The Siggi’s Speech from Tim Bruysten on Vimeo.
Siggi Beckers Eröffnungsrede
Fotos der Performance von fatagaga`s radical noise gibts bei Satori Hype Records … Videos davon verlinke ich demnächst

Einladung
zur Eröffnung der Ausstellung Aion
Sabine Weber
Objekte, Zeichnungen
Stefan Zöllner
Objekte, Installationen
Mittwoch, 27. April 2011, um 20 Uhr im BBK Stapelhaus
Zur Eröffnung spricht Siggi Becker (Grimme Online Award 2007)
22 Uhr: Klangperformance fatagaga´s radical noise
Rainer Schütz, Gitarre; Andreas Techler, Saxophon; Stefan Zöllner, Samples;
Matthias Schwarz, Schlagzeug www.satori-hype-records.de
Ausstellung: 28.04. – 27.05.2011
Kunstraum Stapelhaus
Kulturwerk des BBK Köln e.V.
Frankenwerft 35
Eingang Mauthgasse, 50667 Köln
Tel 0221 / 2 58 21 13, Fax 0221 / 2 58 21 88
info@bbk-koeln.de, www.bbk-koeln.de
mo-fr 10 – 13 Uhr, 14 – 17 Uhr, di – 19 Uhr
Weitere Öffnungszeiten bei Anwesenheit der Künstler:
Sonntags, 01.05.2011 und 22.05.2011, 14 – 18 Uhr
Sa, 21.Mai 2011: Im Rahmen der bundesweiten Aktion
„Kulturgut stärken“ zeigen Sabine Weber und Stefan
Zöllner experimentelle Clips und Kurzfilme.
CG Jung, der Enddecker des Kollektiven Unbewussten, hat mit “Aion” eines seiner Bücher betitelt,
das sich mit den Symbolwelten des Selbst befasst. Sabine Weber und Stefan Zöllner haben beide
einen direkten Draht zu diesen universellen Archetypen – jeder auf ganz unterschiedliche Art
- aber ohne dabei ins Esoterische abzugleiten.
Sabine Weber dringt in ihre inneren Räume vor und steckt die eroberten Claims mit strengen
Zeichnungen ab, die das Chaos und die Gefahr zwar noch beinhalten, die aber gebannt und trans-
formiert wurden zu einer nutzbaren Energie. Messbar wird eine solche Entwicklung am Humor.
In ihren Objektkästen werden oft mit einer einzigen kleinen Geste Geschichten erzählt,
die uns zu einem befreienden Lachen bringen.
Stefan Zöllner nimmt sich dem Abfall der Konsumgesellschaft an, in dem die kollektiven Mythen
unserer Gegenwart semantisch eingefroren sind. Er löst diese Bedeutungen in alchemistischen
Laborprozessen zunächst auf, um sie dann in neue Zusammenhänge zu vernetzen. Dabei benutzt
er auch – sehr bewußt – die Sprache, um ins Unbewusste vorzustossen. Wieder aufgetaucht
aus seiner Parallelwelt, bringt er uns sonderbare Trophäen mit.

Is it possible to touch or break through the BRANE?
And … what`s behind that curtain?
Omegapoint, the tie loop between everything and nothing.
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Dieser Koffer wird von führenden Rückgratarchitekten empfohlen. Er enthält 18 spirituelle Interfaces und eine Anleitung. Bitte benutzen Sie Ihr Computerinterface, um die Haptik der Elemente besser zu verstehen. |
|
Nach der Mundöffnung in der Goldenen Kammer die Tränenmelodie in alle Himmel spiegeln Diamanttropfen zu Lapislazuli transformieren den Blauen Keil in die leere Mitte des invertierten Firmaments herabsenken Goldvollmonde mit dem Schreiber auf alle Meridiane ätzen im Gravitationsloch das Katzengold des Geistes fangen den Käfig für immer verlassen in den hellen Tag hinaustreten |
Neon meat dream of a octafish
Serie von 45 Blättern
20,5 x 29 cm
Stifte, Tusche, Neonfarben auf Inkjetprints (zum Teil Überdrucke
herausgerissener Seiten eines Kataloges der Künstlerin Inge Mahn)
August 2010
Hommage an Captain Beefheart and his Magic Band
—
Nachtrag:
Heute, 1 Monat nach diesem Eintrag, hat sich der Captain zur Begegnung mit dem Chef der Dadaisten aufgemacht. Bis bald, Don …
“The great artist of tomorrow will go underground.”
Preisfrage: Wer hat das gesagt?
Stefan Zöllner präsentiert Interjection
Beschäftigung mit Comics als ästhetisches Ausgangsmaterial für die künstlerische Konzeption, Erschliessung von Methoden der Trivialisierung oder der Übertreibung, Zeichnen von Cartoons als Erholung vom Ernst der Schönen Künste, Storyboards, Speechbubbles oder Stop Motion als Erweiterung des Tafelbildes … es gibt viele Annährungen. Johannes Gehrke, Violetta Hövelmann, Julia Hübner, Anne Kaminsky, Simone Letto, Markus Marquart, Peter Sutter und Stefan Zöllner zeigen anläßlich der Schließung des WP8 dazu korrespondierende Arbeiten.
Interjection
1-Nacht-Instant-Ausstellung
WP8
Kölner Str. 73
40211 Düsseldorf
3.11.2010
ab 20:00 Uhr

Mobilmachung 2010
Installation, Gruppenausstellung “I know it when I see it”, Köln
Objekt-Assemblagen, Fundstücke, Artefakte im halbfertigen Zustand, Noch-nicht-Kunst oder Nicht-mehr-Kunst, Gerümpel und Zeug als Rohstoff für kommende Meisterwerke, Schnüre und Schläuche als Verbinder kriechen aus Koffern, wo sie manchmal ungeordnet, manchmal systematisch sortiert herumliegen, kommen aus ihrer Passivität hervor wie wilde Springteufel und beginnen einen Tanz. Sie klettern übereinander, schubsen und stoßen sich gegenseitig und bieten sich gegenseitig Kletterhilfe (Spitzbubenleiter). Mitten in der Bewegung stoppt das Ganze, wird Bühnenbild, verweilt als Gruppenstatue etwa wie Artisten, die sich zu einer Menschenpyramide formiert haben und schweratmend aber lachend den Applaus genießen. Danach geht es zurück in den Koffer und auf die Heimreise.
Nur ein Trickfilm bleibt als Zeitzeuge zurück.

I know it when I see it, 2010
Gruppenausstellung
Barthonia Forum, Köln
21. -25.4.2010
mit
VIOLETTA HÖVELMANN | ADRIAN LOHMÜLLER | MARKUS MARQUARDT | ANDREAS TECHLER | FRIEDRICH VON HÜLSEN | STEFAN ZÖLLNER | Special Guest: ANDREAS GEHLEN

Aspergill/Osterwasser, 2005
Gießkannenschimmel
inflammatorisches Response-Syndrom
Entscheidung nach:
Eintrittspforte der Erreger
Reverse Transkriptase / Dulbecco
Nukleophilwasserstoff
Coalbrookdale-Brücke
WASSERHEILUNG
quasi-kristallin strukturiert
SIW
hat damit zu tun, Dinge passieren zu lassen
(… passieren im Sinne von etwas, das im Vorbeigehen geschieht)

“Wimpernstein”, 2009 (Anagramme I)
Im Rahmen der Arbeit “Anagramme” führte eine Serie von Wortverdrehungen zur “Leiterin der Fuge” (eine multiple Persönlichkeit zwischen einer unbekannten Bürovorsteherin und Paul Celan) und ihren Anweisungen: nämlich dass ich eine Fuge komponieren müsse, betitelt “C-Dur Brille”.
Ein Axiom vom “Anagramme” lautet: alles was dabei herauskommt, muss realisiert werden. Also hatte ich keine Wahl.
Nun habe ich natürlich keine Ahnung, wie so etwas geht. Das dreisemestrige Studium der Musikwissenschaft hat da nichts hinterlassen. Neulich, zu Besuch bei einem Freund, schlug ich vor, eine Fuge zu komponieren. Ich dachte mir am Klavier eine kleine Melodie aus, von der ich glaubte, sie klinge irgendwie nach Bach (um bescheiden zu bleiben). Währendessen fragte ich Georg, ob es nicht ein Programm gäbe, dass Fugen berechnen könne. Er fand sofort was. Ein halbe Stunde später hatte wir “Tonica_Fugata” installiert, die Melodie notiert, eingegeben und drückten den Button “Fuge berechnen”.
Innerhalb einer Microsekunde spukte das Programm die fertige Partitur aus.
Hier ist sie:
cdurbrille 2009 / mp3-128kBits/s-Stereo
Die einstimmige Melodie am Beginn ist mein Werk, der mehrstimmige Rest ist das Produkt eines coolen Algoritmus’.

Die “Leiterin der Fuge”, 2009
1.) Etwas, das per se keine Bedeutung hat, bekommt diese durch Fokussieren und Insistieren.
2.) Wenn also an sich bedeutungslose Objekte mit semantischem Mehrwert aufgeladen werden, liegt dem ein Fokussieren und Insistieren zugrunde,
3.) Will eine Behauptung einen Sinn erfinden, muss sie so fokussiert sein, dass sie Tatsachen gebiert.
4.) Tatsachen (Objektebene) sind identisch mit Behauptungen (Wortebene) in dem Sinne, dass eine Möglichkeit sich (real) behauptet hat & den Beweis auf diese Weise existentiell erbringt.
5.) Behauptung – Beweis – Gesetz
Thesen aus “Anagramme”, 2009

Ein ereiferter Dorn im Bitumentest, 2009
Jürgen Fricke hat als Strippenzieher im Hintergrund dafür gesorgt, dass mein 4D-Schach erneut der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Die Sigint 2009, veranstaltet vom Chaos Computer Club findet vom 22-24-5.2009 in Köln / Mediapark statt.
Interessierte können im Vorfeld hier die Spielregeln studieren.

2 Spieler überdenken ihre Strategie (Vernissage der Ausstellung “Hasta l’Awista” in Düsseldorf, 2006) – Foto: Heinz Hachel
Neues Projekt im Rahmen der Semantischen Felder: ANAGRAMME
Die Idee: Mit Hilfe von Anagrammen (sprachlich) zu neuen Denkgebilden (Objekten) kommen.
Durch Sprach- und Objektzerlegung einen inhaltlich-konzeptuellen Mehrwert erzeugen.

Mit getrockneter Hühnerhaut überzogener Maulkorb, 2009

Maulkorb, Hähnchenschenkel (Bio), 2009

Print auf Transparentpapier, 2003

Enigmatische Tools aus “Das Labor” @ derRaum, 2007

Muff, Objekt aus “Darkroom” @ derRaum, 2004
Mit der Energie eines Quasares auf unbekannten Frequenzen senden ..
Minimale Geste
Und damit dann wuchern
ACHTUNG! ICH KÜNDIGE MEINE TATEN IM INTERNET AN!
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Scheidenwurst Qualschrank Schwitzkanone Leberspeckquirll Landungserbsen Folterquallen Tickzucker Mehlschweiß Hepatitiscreme Schabfleischlampe Kothaube Psychodiaphragma Milchfettpumpe |
Pickelfutter Urinpeitsche Filzlinseneintopf Wespenhonig Drehschmalzlamellen Lattenpulver Rektalbörse Anisöffnung Hemmschwelle Ekelspender Kiemenbremse Autogenes Scheißen Narkosensex |
Wortliste vom 6. Januar 1995 (Seite 1 )
Die kursivgedruckten Erfindungen wurden in ein Lauflicht einprogrammiert und 1995 in der Ausstellung “Fallen und Trophäen” im Schaufenster der Galerie am Schlachthof in Köln gezeigt.
Die fettgedruckten können hier vom CELEBRALATOR materialisiert werden.
Die Erfindungen wurden für die Aktion “Der wahre Underground” (in der Kanalisation in Düsseldorf, 1996) mit Edding auf Luftballons geschrieben und in das anwesende Publikum, das der Slampoetry vom Stan Lafleur und anderen lauschte, verteilt.
hier ist die vollständige Liste von “Noch zu erfinden …”
Multiple Zukünfte
wollen wie alle einzigartigen Verzweigungen lieber doch
im Myzel einer Singularität verdichtet sein, um da dann endlich fein zu werden

Ähnliche Vorgänge
in den Windungen des Hirns
nach aussen gedreht, um Geist-Hoffnung zu erfinden
Dazu Pilze und Kartoffeln essen

(Bildzitat www.violet-wand-germany.biz)
Ich schwöre, heute höre ich zum ersten Mal den Begriff “Violet Wand” und erfahre, was es damit auf sich hat.
Dabei habe ich einen Original Violet Wand, ohne Tesla-Trafo und Handgriff, aber mit vielen noch intakten Elektroden, für eine Spottpreis auf dem Flohmarkt gekauft, ohne zu wissen, zu was die sonderbaren Geräte gut sein sollten … zu einer Zeit als meine Kofferserie schon 2 Jahre alt war. Ich wollte ihn erst nicht haben, weil er die Originalität meiner Idee untergrub. Irgendwie ein alberner Gedanke, denn meine Koffer kommen kunsthistorisch ja nicht aus dem Nichts. Wenn man sich nun die Ästhetik der Violet Wands aus den 20er Jahren einmal ansieht, kann man sich aber auch fragen, inwieweit die Idee des Vaters aller Kunstkoffer (MD/RS) absolut originär war. Und das rückt die Dinge in ein neues Licht.
Man kann sich außerdem fragen, ob das Schwarzlicht, das ich seit einiger Zeit in meinen Installation benutze, auch wieder mit all dem zu tun hat.
Derzeit arbeite ich erneut am Projekt Semantische Felder und der forcierte Drang, alles mit allem zu verbinden, greift auf meine Wahrnehmung über. Interessanter Zustand.
Die seltsamen Früchte demnächst hier …
(Video “changeling”, made by Ansgar Grimmenstein)
Dokumentation:
Eröffnung 1 (flickr account von Siggi Becker) Fotos von Georg Heuschen und Stefan Zöllner
Eröffnung 2 (flickr account Stefan Zöllner) Fotos von Ansgar Grimmenstein
Pressespiegel:
Kölnische Rundschau

Eine Rauminstallation in der Giesler Galerie vom 8.12 – 31.12.2008
Zur Matinée am 7.12.2008 um 12 Uhr im Café Giesler‘s
50321 Brühl, Uhlstrasse 100 laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.
Es spricht der Grimme-Online-Award Preisträger Siggi Becker
Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten des Giesler‘s
täglich von 8:00 bis 20:00 Uhr zu sehen.
Realisation der Ausstellung: GALERIE Vorbrodt
Drone, Beitrag von spiegel online, heute
Moths uralter Beitrag von Times online, 2007 (kam mir hier heute so unter die Maus …)
wwwoooowww, das ist heute möglich!!! (von siggi)
und
verdammt, 2 perlen gestern auf ARTE, das ist eine davon (von georg)

Mein Beitrag zum Projekt
“Unter freiem Himmel” (Phase2)
BOTSCHAFT
Düsseldorf, Worringerplatz 4
Eröffnung: 6.11.08 – 19:00 Uhr
bis: 22.11.08
Alle Infos: mitohne.de
Nachtrag:

Einladung:
Eine tautologische Objektinstallation
11. und 12. Oktober 2008
13:00 bis 20:00 Uhr
@derRAUM
Dünnwalder Mauspfad 341
D-51069 Köln
“Ein Mann rasiert sich und hält den Rasierapparat in der rechten Hand.
Er schaut in seinen Spiegel, und dort sieht er sein Spiegelbild, das sich mit der linken Hand rasiert.
Er sagt: “Oh! Rechts und links haben sich verkehrt.
Warum findet keine Verkehrung von oben und unten statt?”
(Gregory Bateson, “Geist und Natur – eine notwendige Einheit”)
—
Nachtrag:
… eigentlich wollte ich keine Offenen Ateliers mehr mitmachen …

foto: Worring
“SZ in seinem Atelier in Dünnwald. Für die Offenen Ateliers arbeitet er an seiner Installation double blind, die in Ausschnitten und in Arbeit im Hintergrund zu sehen ist.” / KSTA zum Artikel
Ich weiß nicht, ob dieser Gedanke in der Philosophie oder in einem Zweig der Theoretischen Physik nicht längst ein alter Hut ist, für mich ist es ein originärer Gedanke:
Realität = Informationsmaximum
Jede Reproduktion der Realität (Fotografie, Gedanke, Theorie) ist eine Reduktion von Komplexität.

“Co(s)mic Mashine”, Grafikserie, Stifte auf C-Print, 21 x 29 cm, April 2008
Die ganze Serie anschauen

C-Print, 20 x 28 cm, Auflage 5
Digitale Zeichnung für Cy Twombly
21.3.2008

Die Vorrichtung in Form einer Rohrschachanlage wird der Untersuchung von Verdoppelungs- und Spiegelungstendenzen beim Bau von Rohrschachanlagen dienen. Sie ist somit eine tautologische Maschine.
21.3.2008 (under construction)
für folgerichtige Kunst:
- immer alles Bekannte zerlegen und neu (anders) zusammensetzen
- Unmögliches realisieren
- Ausruhen verboten
für spannende Kunst:
- hohe Unwahrscheinlichkeit
- Ideen, die der Entropie trotzen
- trotzdem chaotisch
Schlösser des Notfallkoffers klicken, um ihn zu öffnen ; Tools und Transmutationskarten zum Vergrößern klicken
—
Der Notfallkoffer beinhaltet:
01 Einen Plasmastab zur Erzeugung von Statischer Elektrizität
02 Einen Horchvektor (Trommelfellbohrer)
03 Eine eingeweckte Kundalinidrüse
04 Eine pataphysikalische Säge
05 Ein Senkblei mit 7 m Schnur
06 Eine holographische Cakraspritze
07 Einen siebenstufigen Fanghaken
08 Eine Saugschutzsonde
09 Zwei (Miniatur) Hirschfänger
10 Eine Kautschukschnauze
11 Ein Fahnenritzel
12 Einen Quarzquasar
13 Eine (sehr kleine) Hammerhaizange
14 Eine Transmutationsvorlage (Larvenhaut)
15 Ein (Fanghaken)-Projektil
16 Zwei Transmutationskarten von 1503–06
—
Alle Module sind auf soliden Sockeln verankert und können im Bedarfsfall schnell entnommen und nach erfolgtem Eingriff ebenso schnell wieder eingesetzt werden. Bitte beachten: Dieser Gerätekoffer ist ausschließlich für den Einsatz bei Geistigen Notfällen ausgelegt. Bitte studieren Sie vor Inbetriebnahme die Transmutationskarten sorgfältig.

Objekt von 2007 (> Labor)
Poesie, die von einem wissenschaftlichen Geist hervorgebracht wurde, ist eine Verführung.
Ödipus hätte den Raum der Spezies erahnen können, wenn der Künstler ein Navigator gewesen wäre.
… Ohne Projektion vom Hirn durch das Auge bleibt jede Erscheinung blind & jeder Gedanke impotent.
(Manipulierte, aus dem Zusammenhang gerissene Zitate von Roberto Matta)

Objekt 2002 (Flugzeugfressende Gaerten) // Text/Foto 2007/2008
(Der Text folgt den Spielregeln der Semantischen Felder
Derzeit interessiere ich mich für Sägen und studiere den Produktkatalog von Festool
Idee: Geräte für den Ernstfall von festool gesponsort …)

Labor 3, 2007, Detail: Navigator (foto by nikon d40, no additional treatments)
1. Wenn es in der Kunst etwas gibt, das unverkäuflich ist – in dem Sinn, wie man sagt: Liebe ist nicht käuflich – dann ist es das und nur das, was mich in ihr interessiert.
2. “Das Labor” als Installation verschenke ich an jeden, der es öffentlich zugänglich (zu meinen Bedingungen) ausstellt.
3. “Das Labor” sollte in einer Schaufenstersituation gezeigt werden (z.B. Neumarkt Passage). Oder mitten im Karstadt in einem dieser Carrés zwischen Uhren, Parfums und Lifestyle-Accessoirs. Möchte doch mal den Etagen-Manager sehen, der von der 1a Werbewirkung für seine Abteilung nicht zu überzeugen ist.
4. Deal mit dem Vatikan …
Header: Atheist im Kölner Dom!
Subheader: Sakrale Kunst oder Sakrileg?
Imagetitle: Der Künstler Stefan Zöllner wird “den Stall ausmisten”
Text: Ein mutiges Experiment wagt derzeit die römisch-katholische Kirche …
—
Nachtrag: realisiert Dezember 2009

Yoni, Objekt von 1988
Vor Jahren hatte ich den Einfall, eines meiner Objekte als unvergängliches und die Menschheit repräsentierendes Symbol in den Weltraum zu schießen. Natürlich so, dass es unser Sonnensystem auf immer verlässt, aber für Ausserirdische leicht zu finden ist…
Das Projekt scheiterte nicht am Glauben an die Sache, sondern finanziell.
Offene Ateliers 2007:

Das Labor 3 , Vogelperspektive, 2007 (mehr Bilder)
Rezept für einen Möglichkeitsraum:
Gegenstände, Begriffe, Vorstellungen auflösen, zerteilen, atomisieren. Nichts gelten lassen. Dann innerhalb des eigenen Systems neue Begriffe bilden, die sich in neuen Gegenständen manifestieren. Semantische Splitter der ausgelösten Begriffe durchkreuzen die Wahrnehmung des neuen Objekts. Ähnliche Operationen, Verfahren wiederholt anwenden. Gesetzmäßigkeiten vortäuschen.
Daraus resultierende Objekte, Begriffe, Statements miteinander verbinden, vernetzen. Die Knotenpunkte wieder auftrennen und Zwischenräume schaffen. Nicht Gesagtes, Manifestiertes in den Zwischenräumen suchen. Neue Knoten schaffen, bis das Netz zum Knäuel wird. Das ganze Knäuel mit einem Hieb durchtrennen und von vorne anfangen.
Wer das “Labor II” im Treibhaus auf der Kölner Artemiade im September verpasst hat, aufgepasst:
Das LABOR III wird @ derRaum / Dünnwald während der Offenen Ateliers 2007 gezeigt:

Noch strengere Forschung, besseres Equipement, verbesserte Technik!
Samstag 27.10 und Sonntag 28.10
© Stefan Zöllner, 2007 (mehr Bilder)

© Stefan Zöllner, 2007

© Schmitz & Hartmann, 2007

© Schmitz & Hartmann, 2007
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am 1. und 2. September nehme ich an der Gruppenausstellung ARTEMIADE teil. Sie findet in einer Gartensiedlung in Köln statt.
Mein Beitrag wird ein “Labor” sein, das ich in einem kleinen Gewächshaus installiere. Transparenz, Glas, Licht, Wärme, Feuchtigkeit, Förderung/Forderung von Wachstum, das ist der äußere Rahmen, der durch die Funktion des Ortes vorgegeben wird. Im “Labor” finden unter diesen Bedingungen rätselhafte Versuchsreihen statt: Alltagsgegenstände werden wie Moleküle gecrackt und in dynamischen, semantischen Transformationsprozessen zu Science-Fiction-Zwittern zwischen Maschine und Alien neu verschmolzen. Es geht um Grundlagenforschung am Leben. Hier arbeitet ein “Mad Scientist” alter Schule. Die Installation wird nach Anbruch der Dunkelheit besonders interessant sein.
Labor für Artemiade, |
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Der Schlitten wird in einem Reisekoffer aufbewahrt und transportiert. (Alle Geräte müßen in Ernstfall für eine Mobilmachung allzeit bereit sein.) Am Einsatzort können die Elemente unproblematisch montiert werden. Die Montage dauert weniger als 7 Stunden. Anleitung beiliegend.
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click the teeth to activate … Cerebralator Der Celebralator ist der erste aleatorische Transcoder. Intergrierte Nanoprozessoren ermöglichen dem Objekt autogene Transformationen, die nicht reversibel und somit evolutionören Vorgängen vergleichbar sind. Der Celebralator ist kein Computer. Es gibt keine “Undo”-Option und keine “Cancel”- Taste. Seine visionäre Energie und die Fähigkeit, sich selbst umzubauen, machen den Celebralator zu einem einzigartigen Gegenstand, der sich selbst genügt. Als Werkzeug ist der Celebralator nicht geeignet. Ausgehend von der Basic-Unit und dem Start-up Programm, die von Chameleon Interfaces geliefert werden, sind Hard- und Software des Celebralator bereits nach wenigen Eingaben in einem nicht mehr vorhersehbaren Zustand. Diese Fähigkeit ist den Nanozellen zuzuschreiben. Ähnlich der in lebenden Organismen wirkenden DNS, die ja ein in “Hardware” geronnene Code darstellt, ist das Prinzip der Nanoprozessoren eine von Chameleon Interfaces geschaffene, wandelbare Molekülstruktur: die Matrix Die Nanozellen werden dabei, auch hier analog zu lebender Materie, in Gewebestrukturen angeordnet. Ein außenskelettartiges Chassis, diverse organähnliche Module, ein Biophoton-Monitor und die Touch-GEL Interaktionshaut verleihen dem Basic-Unit das äußere Erscheinungsbild eines Handys der ersten Generation. Auf molekularer Ebene jedoch sind alle diese Teile hochorganisierte Strukturen, zwischen denen schwache Ströme fließen: Information. |
![]() In Arbeit. Atelierfoto. Material: Katzengold, dunkelbraunes Holz. Überlagerung von Bedeutungen: Schlitten-Bolide-Musikinstrument-Falle-Negerklavier-Zeitmaschine-Gleitapparat … |

Kurt Gödel (* 28. April 1906 in Brünn, Österreich-Ungarn, heute Brno,Tschechien; + 14.Januar 1978 in Princeton, New Jersey) war Mathematiker und Logiker. Gödel wird von vielen als der bedeutendste Logiker des 20. Jahrhunderts angesehen. Seinen 101. Geburtstag nehmen wir zum Anlass, über Logik, Künstliche Intelligenz (KI bzw. AI für artificial intelligence) und Algorithmen zu sprechen.
Ein Workshop macht uns mit dem “4D-Schach” des Künstlers Stefan Zöllner vertraut und lässt uns, ausgehend vom MiniMax-Verfahren, spielerisch nach Lösungen suchen. Die Frage stellt sich: Ist das 4D-Schach im Sinne der Spieltheorie spielbar? Lässt sich das “beweisen” (und im Computer abbilden)?
Siggi Becker wird in seinem Vortrag “AI: Eine Voraussetzung der Technologischen Singularität” den Stellenwert der weltweiten Forschung nach künstlicher Intelligenz innerhalb der Szenarien unserer nahen, atemberaubenden Zukunft darstellen.
Jürgen Fricke stellt mit “Copycat” auf einer SONY NEWS NWS 3260 Workstation KI interaktiv & live vor.
Übrigens IST Albert Hofmann dieses Jahr 101 geworden …
Samstag, 28.4.2007, 15 – 23 Uhr
Unperfekthaus, Friedrich-Ebert-Str. 18 – 45127 Essen
Eine Veranstaltung von
(pro)3, Jürgen Fricke
www.procube.com
www.siggibecker.de
www.unperfekt.de
Unkostenbeitrag: 5,50 EUR. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Wir bitten um verbindliche Zusagen.
“Crazy Jack Bauer”, 2006 Das WP8 in Düsseldorf feiert sein 15 jähriges Bestehen und bespielt einen Raum auf der TEASE ART FAIR in Köln. Ich bin mit einigen Arbeiten vertreten z.B. SELBSTVERSUCH (aus der Werkgruppe: “Mobilmachung”) |
click picture to explore
Schamanenbedarf II
Developer Kit / Grundausstattung
six-pack / core 2 duo / (5 inside projection case, 1 on explorer-belt)
//***
Nr.1 , Schlüssel ist ein Duplikat + öffnet einen Alu-koffer / gekauft Nov. 2006 // am Koffer selbst befindet sich das Original//
Nr.2 wie Nr.1, öffnet “Bluebox1″ (Objekt vom Mai 2006)
Nr.3 wie oben, öffnet “Bluebox2″ (Objekt vom Mai 2006, Version mit Ledertop)
//***
9/12/2006

Prüfanlagenprüfung
Samstag, 2.12.06 ab 16 Uhr
@ Schwahn Systems
Gesellschaft für Automatisierungstechnik mbH
Kunstfelderstraße 7
51069 Köln
Anfahrt:
Linie 4 bis Odenthalerstr.
in Fahrtrichtung LINKS, 40 m bis zur Berlinerstr,
an der Ampel links und sofort wieder rechts
nach 200 m auf der linken Seite die Einfahrt
hinter dem Fitnesscenter
Nachtrag Dezember 2008:
Es gibt mittlerweile hier Fotos von der Aktion

Die Kofferserie wurde weitergeführt.
Neue und ältere Modelle werden gezeigt vom:
17-19. November 2006
@ derRaum
im Rahmen der Offenen Ateliers, Köln.
Der Koffer als Aufbewahrungsort, Bühne, Rahmen, Transportcontainer.
Darin: Dinge, die von einem Sammel- und Transformationsinstinkt geordnet und mit Bedeutung aufgeladen wurden.
Aufgabe: Unauffällig an den Bestimmungsort gelangen, dort effizient auf den Geist der Zielgruppe einwirken, unauffällig zur Homebase zurückkehren.
Option: Den Koffer verlassen und eine Rauminstallation im Handyformat bilden.

“Rainmaker” im Einsatz
@
Kulturbunker Mühlheim
im Rahmen der Langen Nacht Kölner Museen, 2006
(Schnellschuß aus der Hüfte: 4 Tage zuvor wurde ich kurzfristig von Till Kniola eingeladen, zur “Langen Nacht der Kölner Museen” meinen Beitrag zu leisten. Ein Fall für die Koffer, ganz klar)

Objekte von 1995 in einem Greyhound-Koffer abgelegt 2006
Zeitungsausschnitt zeigt Manifestationen von Lava
@plan.d. – Düsseldorf, Juli 2006

Blick in eine mit Organen und Schleim gefüllte Schaumstoffhöhle, eingenäht in einen Koffer, 2006
noch zu sehen in der Galerie plan.d. in Düsseldorf (Finissage 24.6.06)
Nachtrag 27.4. : der Schleim ist mittlerweile eingetrocknet …

3 Wachsbrote von 1994, zusammengefügt mit grünem Silikon
+ 3 Geigenbogen, 3 Reagenzgläser 2006

Rainmaker, 2006 (work in progress)
Fundstücke und aus der Warenwelt entnommene handliche Objekte, die mit minimalen Eingriffen zu magischen Tools fusioniert worden sind, verbleiben zur Reifung zunächst in der entropiereichen Umwälzanlage des Ateliers. Sie landen in einem der zahlreichen Umzugskartons. Oder sie warten in einem Regal auf ihren Einsatz. Dies ist jedoch kein lang andauernder Zustand. Im Gegenteil: Die Objekte befreien sich im Zuge meiner Arbeit immer wieder aus ihrer vorläufigen Zuordnung und bieten sich erneut an. Im Zeitraffer vorgestellt, gleicht mein Atelier einem Ameisenhaufen. Kleine animierte Plastikteile ändern ständig ihre Koordinaten.
Verschiedene solcher „Geräte für den Ernstfall“ (Ausstellungstitel von 1995) wurden 2006 in edle Koffer, Schatullen und Kisten eingebaut. Die unruhigen Geister befinden sich jetzt auf den ersten Blick in einem Zustand der soliden Ordnung. Sorgfältig verstaut und schützend umhüllt. Aber ihr Aufenthalt im Koffer verweist auf weite(ere) Reisen und somit auf erneute Bewegung. Am Zielort angekommen, wird der Koffer geöffnet. Die Insassen scheinen den Betrachter nach Sinn und Zweck ihres Hierseins zu fragen und fordern ihn förmlich auf, sie in Betrieb zu nehmen. Als Ensemble aufeinander bezogen oder als Set aufeinander abgestimmt, sind sie wie Schauspieler, die auf den Regisseur, oder wie Instrumente, die auf den Virtuosen warten.
Wird es zu Handlungen kommen? Bis die Koffer verschlossen werden und es wieder heißt: hasta l’avista, baby …
Dynamik ist auch das Thema von weiteren Arbeiten, die ich in der Galerie plan.d zeigen werde: “4D-Schach” zum Beispiel fordert die Ausstellungsbesucher zu einem Strategiespielchen der besonderen Art auf (dauert kaum länger als 6 Stunden).

(work in progress)
Presseinfo von Stefan Zöllner zur Ausstellung “Hasta l’Awista, Baby”
Die beiden Fotos auf der Einladungskarte zu der gemeinsamen Ausstellung mit Jyrg Munter in der Düsseldorfer Galerie Plan-D beziehen sich auf eine festgestellte ähnliche Herangehensweise hinsichtlich der Materialbeschaffung. Was wie ein Scherz daherkommt, ist für uns jedoch realer Arbeitsalltag.
Aber ist der kreative Prozess schon Kunst?
Zumindest in meinem Fall kann die Arbeit nicht immer eindeutig vom “fertigen” Werk getrennt werden: Es geht um Transformation. Es geht darum, die Dinge in einem “flüssigen” Zustand zu halten. Das Gerinnen in einen “kristallinen”, starren, gefrorenen, fertigen Zustand des Objekts, der Skulptur oder der Installation findet meistens erst kurz vor Ausstellungen statt.
Natürlich muss man Statements in der Öffentlichkeit machen und den Menschen etwas zeigen, was einen Titel, eine Jahreszahl und eine “Bedeutung” trägt. Es ist, als würde ich Screenshots ausstellen; der Film hingegen muss ungezeigt bleiben, da der Strom der Ideen, ähnlich wie ein intensiver Traum, in seiner Totalität nicht fassbar ist.
Mein Atelier und auch die virtuelle Zone meiner Website www.derRaum.com verstehe ich als “Möglichkeits-raum”. Hier formen sich schwer zu definierende Zustände zwischen Original und Reproduktion, zwischen fertig und unfertig: Oszillierende Kombinationen von Dingen mit unterschiedlicher Lebenserwartung oder Halbwertszeit …
Eine wichtige Arbeit der letzten Zeit, die auch in der Plan-D-Ausstellung gezeigt werden wird, trägt den Titel “Semantisches Feld”. Hier habe ich versucht, die Offenheit meiner Arbeitsweise und eben den Herstellungsprozess in das Werk einzupflanzen.
Essentiell ist dabei die Notwendigkeit, den Materialbestand wie in einer chemischen Fraktion in kleinste Moleküle oder gar Atome aufzuspalten. Ein gefundener Schiffsrettungsring beispielsweise kann nicht, quasi als Ready made, in meine Kunstwelt eintreten. Allerdings bietet er, bedingt durch sein Design und seine industrielle Fertigung, Kreissegmente an, die sofort mit der Säge angegangen werden. Und plötzlich offenbart sich mir ein leuchtend orange gefärbtes Innenleben aus Schaumstoff, das mit der verwitterten, olivfarbenen Plastikaußenhaut fast lebendig anmutet.
Der nächste essentielle Schritt heißt Fusion: Die durch sensible Destruktion gewonnenen Kunstatome werden mit anderen kombiniert. Vorhandene Affinitäten lassen bestimmte Elemente heftig und unter Energieabgabe miteinander reagieren. In einem solchen Fall bin ich als willkürlich Handelnder nicht vorhanden, sondern nur staunender, dienender Ausführender, der einen befriedigenden Aha-Effekt erlebt.
In der Arbeit “Semantisches Feld” habe ich diesen beiden Laborstrategien eine dritte hinzugefügt: Die in einer Google-Recherche gefundenen Artikel im Internet zu Suchbegriffen, die sich aus meinen Materialursprüngen ergaben, wurden ausgedruckt, mit Überzeichnungen und Notizen versehen und zu einem Buch gebunden. Die in den Internetbeiträgen ermittelten Informationen wurden wiederum in die Objektinstallation miteingebaut und das Ergebnis wurde erneut bei Google als Suchbegriff eingegeben: eine Art Feedbackschleife, die tatsächlich ein unpersönliches “Semantisches Feld” hervorbrachte.
Weiterhin werde ich in der Galerie Plan-D meine Beschäftigung mit Spielen (Mein “4D-Schach” ist eine äußerst komplexe Erweiterung des ehrwürdigen Schachspiels) und mit phantastischen, flugunfähigen Flugapparaten (“Katzengoldhornissen”) dokumentieren. Ausführlichere Informationen finden Sie bei Interesse unter http://www.derRaum.com
Und zum Schluss noch das Zitat eines Zitates, das ich gestern “zufällig” in einer Plattenkritik einer alten Ausgabe der Musikzeitschrift “Spex” (von 1985) fand:
“Romantische Ironie ist klares Bewusstsein der ewigen Beweglichkeit, des unendlich vollen Chaos; durch sie setzt man sich über sich selbst hinweg; sie ist steter Wechsel von Selbstschöpfung und Selbstvernichtung”, (Schlegel).
Stefan Zöllner, 7.4.2006
Nachtrag 29-12-2007: zukünftiges Semantisches Feld
————–
Nachtrag 13.4.2006:
… und kaum hat man es für sich erfunden, findet man, dass alle Welt es so macht.
Es gibt das private Neue nicht. Vielleicht war es schon immer so?
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzkultur/0,1518,411147,00.html
ist türkisch und bedeutet “Schneewittchen”.



Die so benannte Edition ist im Moment auf der Messe “Cologne Fine Arts” am Stand von Parzival zu sehen, wo dieser seinen “Kunstprofil-Diskus” vorstellt.
Drucken Sie Bildschirmfotos von “derRaum.com” aus & schicken Sie mir das Blatt in einem frankierten Umschlag zu der Adresse (*) . Ich signiere es und schicke es Ihnen zurück.
(* siehe impressum)
Das 4D-Schach soll als Erweiterung des “gewöhnlichen” Schachs und auch bisher entwickelter 3D-Schach-Varianten eine so hohe Komplexität erreichen, dass das menschliche Gehirn (auch das trainierteste) definitiv überfordert wird.

Abb. Peter Clouth denkt vierdimensional (Foto Heinz Hachel)
Mit möglichst einfachen Regeln soll ein extrem dynamischer Spielverlauf ermöglicht werden, in dem Strategien zwar prinzipiell möglich, aber sehr schwer zu errechnen sind. Ich erhoffe mir, dass sich zukünftig Programmierer für das 4D-Schach interessieren und irgendwann die “Rechentiefe” der
hier vorgestellten Spielregeln
ausloten. Der Mensch wird als Spieler gegen die entsprechenden Programme keine Chance haben, wie es bei aktuellen Schachprogrammen meines Wissens schon längst der Fall ist. Dafür ist die sogenannte “Schwache Künstliche Intelligenz” völlig ausreichend. Ein 4D-Schach wäre also an sich überflüssig.
Im aktuellen Diskurs um die “Technologische Singularität” ist jedoch von intelligenten Maschinen die Rede, die eigenständig noch intelligentere Maschinen bauen (bootstrapping). Mich interessiert dabei vor allen Dingen, ob diese visionierte Maschinenzivilisation (Starke KI) an Spielen interessiert sein wird oder nur an so ernsten Dingen wie Ausbeutung und Expansion. (Sie könnte sich beispielsweise laut Kardashev die “Energie einer Galaxis verfügbar machen”.) Die Frage stellt sich, ob und wie ein solcher Gerätepark, quasi zur Entspannung und vom 4D-Schach gelangweilt, über ein 5D-Spiel nachdenken würde.
Das Spielen des 4D-Schachs für Normalsterbliche führt jedoch nicht unbedingt zu Frustration, weil man seine Strategien (scheinbar) nicht planen kann. Es ist eine Art philosophisches Spiel mit der eigenen Unzulänglichkeit. Wie im richtigen Leben sind wir dazu verurteilt, über komplexe, von uns selbst ausgelöste Vorgänge zu staunen, die unsere Pläne plötzlich durcheinanderwirbeln. Aber natürlich ist es möglich den Gegner matt zu setzen… mit etwas Glück.
Ich weise darauf hin, dass ich nahezu keine Spielpraxis im “gewöhnlichen” Schach besitze. Mir ging es lediglich darum herauszufinden, ob ich in der Lage wäre, aus einem alten Spiel ein neues abzuleiten, das eine Zumutung und Herausforderung
gleichermaßen ist. Denn ohne ein bißchen Hybris komme auch ich nicht aus.
Genau das will das 4DSchach sein: eine Münchhauseniade.
Am 16.1.2006 am Filzengraben 43 in Köln werde ich die Unterschiede zu bisher existierenden 3D-Schach-Entwürfen mit der Veröffentlichung meiner eigenen Spielregeln (soft) und dem Prototypen (hard) klarstellen. Bis dahin kann man schon mal das schicke Design virtuell bestaunen.

Das Alles hat nichts mit unsren Problemen zu tun!
Um die zu lösen, müssen wir deutlich mehr Köpfchen ins Spiel bringen!
Das 4D-Schach ist musikalischer und choreografischer als das “herkömmliche” 2D-Schach.
Die Züge sind lockerer, körperlicher und experimenteller. Die Bewegungen suchen etwas…
Der Sinn des 4D-Schachs ist die Suche nach einer Regel, die sich selbst ständig überhöht!
Ein überlappendes SYSTEM von Spielregeln für das 4D-Schach machen, das frei schwingt.
Alle Ansätze von Spielregeln sollten für ‘s erste Sinn machen.
Ideen, die sich davon ableiten. Ideen, die davon wegführen.
Daraus ergeben sich theoretische Fehler, Lücken in der Spiellogik, paradigmatische Schnittstellen zu ganz neue Spielen usw…
Woraus wiederum Fragen resultieren, deren Antworten neue Regeln ergeben usw.
Wo wären da Grenzen der Komplexität?
Inframince

Das 4D-Schach wird quantenorientiert gespielt (digital).
d.h. es gibt keine analogen Phasenübergänge.
Ausnahme: Das Innere Opfer!
(Collage 21.12.2005, Notiz 25.12.2005)

Der “Flightcase” im Schaufenster des WP8.
Die Ausstellung kann bis zum 30.12.2005 gesehen werden.
Nachtrag:
“Flightcase” ist wieder zu sehen: “hasta l’AWISTA” , Galerie plan.d , Düsseldorf, bis 24.6.06, www.plan-d.de

Delphin, 2004, Edition = Doppel / Zwillinge …

Buch, 2004, 30 x 21 cm, Inkjetprints, Zeichnungen, Notizen
” Es umgekehrt wie Duchamp machen!
Ästhetisch anfangen. (Objekt)
Aus den “wirklichen” Bedeutungen der Bestandteile eines zusammengesetzten Readymades > semantische Bedeutungsorgien ableiten!
Erst das Objekt, danach die Legitimation durch das Wort (Geist) …”
> Google-Suche: “Boje, Fackelhalter, Seifenschale, Kohlensäurepatronen, Rettungsring.”

Um den Turm wird am Boden konzentrisch eine ringförmige Plattform angebracht, die mit Kontaktmikrofonen an der Unterseite versehen sind. Betritt ein Spieler den”Ring”, wird die transpersonale Lichtmatrix aktiviert. Das 4D-Schach interagiert jetzt wie eine Mindmachine mit dem Spieler. Die Konzentration des Spielers, des Gegners und der Zuschauer steigern sich. Die Spielweise ändert sich von berechnend zu traumwandlerisch …
Dynamische Regeln (open source) sind möglich, die von den Spielern im Moment des Entstehens akzeptiert werden müssen: es ist klar, dass sich so kein Nullsummenspiel ergeben kann. Das Erfinden neuer, besserer Regeln ist eine Metaregel. Was passiert, wenn neue Metaregeln sofort innerhalb des Spieles angewandt werden?
Beispiel für eine Metaregel:
- gebe in den “post slug” eines bestimmten threats deines wordpress-bloggs die beiden wörter “spieltheorie” und “metaregel” ein.
- erfinde ein paar Tage später einen neuen threat, in dem die beiden Begriffe Sinn machen und verlinke mit einem intelligenten Artikel, der sehr weit oben in der Suchmaschine steht (Platz 1, während du mittlerweile Platz 5 eingenommen hast)
- du stärkst somit deinen Gegner, was dir eine perfekte Loose-loose-position bringt.
- Suche dir Zeugen für diese Konstellation, mache zum Beweis ein Bildschirmfoto!
- oder (neue Metaregel) : FÄLSCHE ein Bildschirmfoto!!!
So ergibt sich Relevanz.
Semantische Querstreben einbauen ! (Nachtrag: 12.12.05)

Traum von heute Nacht:
Sinn des Spiels ist es, den eigenen König matt zu setzen! (loose-loose-position)
Was passiert, wenn zwei Spieler versuchen zu verlieren?
Überlegungen von heute Morgen:
Da 7 Ebenen für bestimmte Zeitabschnitte verschoben werden können, ergeben sich Möglichkeitsräume, die die Komplexität des ‘gewöhnlichen’ Schachs bei weitem übersteigen.
Das 4D-Schach sollte für Menschen zwar intuitiv spielbar, aber nicht durch Vorausberechnung zu bewältigen sein. Prinzipiell sollte die Vorausberechenbarkeit aber gegeben sein.
Die Frage ist: Ist es möglich, sich ein funktionierendes Spiel auszudenken, dessen Dimensionen man nicht mehr überblicken kann? (Die Anzahl der möglichen Stellungen im ‘Gewöhnlichen’ Schach soll die Zahl der Atome im Universum übersteigen!)
Und: wird es eines Tages Maschinenintelligenz geben, die die Tiefe eines solchen Spieles vollständig ausloten kann? Wird diese Artificial Intelligence daran interessiert und in der Lage sein, sich selbst ein Spiel auszudenken, die sie selbst nicht bewältigt?
Müssten wir dann von Artificial Fantasy reden?
(Das 4D-Schach wird auf den Kölner Passagen vom 16.- 22.01.2006 zu sehen sein.)
(Ich wiederhole: Hier geht es nicht um bereits ausformulierte SPIELREGELN, die konventionelle Spielbarkeit ermöglichen, sondern um spielerische REGELVERSCHIEBUNGEN ‘gewöhnlichen’ Schachs, die zu MÖGLICHEN Konzepten für ein neues unendliches Spiel führen sollen…)

Eiskalte Berechnung: Das Spiel wurde vom Programm nach der “Drei-Züge-Regel” mit Remis beendet. (Diesmal OHNE zurückgenommene Züge auf meiner Seite) Wenn ich das Teil zum ersten Mal schlage, werd’ ich mich trauen, gegen einen Menschen zu spielen.
Nachtrag am 6.12.
Heute ein weiteres Drei-Züge-Remis in einer an sich hoffnungslosen Lage. Warum rückt das Java-Applet nicht in aller Ruhe mit seinen verbliebenen Bauern vor und macht mich mit einer frischen Dame fertig? Na ja, will mich wohl in Spiellaune halten …

Objekt vom 30.11.2005
Das atavistische Modell. Die Tarnung nach außen ist perfekt.
Aneignung geistiger Grundsätze ohne Grund macht Spaß! Soviel weiß ich…
- Der Flightcase Nr.1 wird auf der Ausstellung “Glauben ist nicht Wissen” im WP8 in Düsseldorf vom 16- 30.12.2005 zu sehen sein. Eröffnung ist am 16.12.2005 ab 20:00 Uhr. -

Im verspiegelten Inneren der Box werden Röntgen-KNÄUEL transformiert.
Ist das KNÄUEL ausreichend angereichert, sendet die Box durch das “Auge” einen Lichtkeim aus (kohärent, oberhalb der Laserschwelle).
- Die Box ist ein Zentralmodul der CAMERA OBSCURA.

“Schicke Hölle”, Digitale Collage, Videostill, 2005
Transformationsprozesse der schmerzhaften Art.
dann schon lieber Schaufensterpuppen …

Hier also ein Link zu einer moderaten Pornoseite: “Erotomaniacs”
Schaufensterverhalten, Aussenwerbung, solche Sachen ….
Das Ziel der Kunst muss eine “Loose-loose-position” sein, wenn sie die Durchschlagkraft eines Satori bekommen soll.
Sich selbst zitieren. Sich selbst kommentieren. Semantische Querstreben einbauen. Andeutungen machen, die versteckte unterirdische Verbindungen im eigenen Werk kurz beleuchten. Diese kurzen Hervorhebungen mit gegenteiligen Aussagen wieder zurücksetzen oder in Frage stellen. Spuren zurücklassen. Spuren verwischen. Köder auslegen …
Dieses Spiel kann man auch auf eine Interaktion des eigenen Werks mit der Kunstgeschichte ausweiten. Wo ich hinschaue, machen das ja auch alle.
Wo aber ist Offener Raum, der noch nicht verlinkt ist?
Was so ein richtiger 4D-Schach-Visionär nebenbei vielleicht auch tun sollte: mal reinschnuppern beim kleinen Bruder, dem ‘gewöhnlichen’ Schach. Wann habe ich eigentlich das letzte Mal gespielt? Mit 15? Wie Rochade geht, wußte ich schon nicht mehr … von ‘en passant’ hatte ich noch nie gehört.
Gestern Nacht ging es dann in den ersten Turnier gegen eine kleine Java-Anwendung. Ich war ein guter Verlierer in allen Spielen der Schwierigkeitsstufe 1.
Heute morgen habe ich gegen eine gehandicapte Ausgangsstellung von Schwarz (ohne Dame und ohne Türme) souverän gewonnen. Und gerade eben – ohne Handicap- gegen eine andere Programmierung REMIS erzielt (… naja, mit rückgängig machen von ungefähr 20 Spielsituationen).
Die Artificial Intelligence Forschung hat sich ja sowieso eher dem GO zugewendet. Da es im 4D-Schach um intuitives Erfassen von Raumzeit gehen soll, werde ich wohl den nächsten Selbstversuch unter Einfluß von Grünem Tee durchführen.
Ist ja auch einfacher …
Vielleicht sollte ich den Computer mal auffordern, ein chaotisches Bild zu malen, das SINN transportiert … also mal was anderes als Apfelmännchen.

7 Bretter mit jeweils 7×7 Feldern
Eine Verschiebung der (Bretter) Ebenen durch den Spieler, der vier seiner Figuren senkrecht übereinander positioniert hat, ist möglich. (=Rochade)
Die Ebene wird dabei wie eine Schublade um eins bis sieben Reihen herausgezogen (jeweils nur in eine bestimmte Himmelsrichtung).
Dadurch kann die Spielsituation temporär verändert werden.
Wird durch eine solche Bewegung ein König mattgesetzt, ist das Spiel beendet.
Alternativ kann dadurch eine Figurenbewegung ausgeführt werden, die sonst nicht möglich gewesen wäre.
Nach seinem Zug muss der Spieler die Ebene zurücksetzen.
Bietet er mit Ziehen der Ebene Schach, kann er entscheiden, die Ebene in der gezogenen Position zu lassen.

Installation von 2001
Ein zersägtes Ehebett aus Urgroßmutters Zeiten mutiert zu einem Regelwerk von Schubfächern und Zugseilen.
Ein Besuch der spanischen Stadt Pamplona an einem enorm heißen Nachmittag unter Psylocibineinfluß im Sommer 2000 führte zu einer gesteigerten Empfänglichkeit für die dortige Architektur. Vor allem faszinierte mich die Verschachtelung der Fenstersysteme, die aus Innenfenster, Sicherheitsgitter, Aussenfenster und Fensterladen bestanden. Ich schoß 2 Diafilme davon.
Zu Hause in Köln begann ich mit der Arbeit am “System”.
Komplexe Spielregeln zulassen!
So komplex, dass das Spiel im eigentlichen Sinne kein Spiel mehr ist, sondern eine Zumutung + Herausforderung!
1. Den Figuren Spielstärken zuordnen. Jeder Spieler sucht sich verschiedene Figuren aus einem Fundus aus, die zusammenaddiert eine noch zu bestimmende Spielstärke ergeben. Der Fundus der Figuren ist ein extrem erweitertes Rollenspiel des “gewöhnlichen” 2-D-Schachspiels: Wir könnten hier Duchamps “Neuf Male Malic” als Figuren zulassen oder eigene Kreationen ins Spiel bringen. Für meine Mannschaft würde ich zur Zeit meine Hornissen antreten lassen…
2. Das 4D-Schach soll im Sinne einer Open Source-Software gespielt werden. Jeder Spieler definiert die Freiheiten seiner Figuren vor Spielbeginn. Er hat ein bestimmtes Kontigent an Bewegungen, die er auf seine Figuren verteilt: z.B in der Summe:
32v32h32d und ein “Joker” 00v00h00d
hier stehen die Zeichenketten
- ’00′ (eine um 90° gedrehte 8 (acht)) für Unendlich (d.h. bis SpielraumEnde)
- ‘v’ für vertikal
- ‘h’ für horizontal
- ‘d’ für diagonal
der Spieler initialisiert Figuren folgendermassen:
- der ‘Kneifer’ kann z.B. ’6v2h’ ausführen
- die `Katzengoldhornisse’ = ’2v3d’
usw.
jede Figur darf nur eine Richtungsänderung haben
Diese Eigenschaften können solange verteilt werden, bis die Summe 32v32h32d erreicht ist.
Maximale Anzahl der Figuren, die in den Spielraum dürfen: 16
Die Spielstärke ’00′ entspricht in etwa der ‘Dame’ des gewöhnlichen 2D-Schachs. Sie darf zusätzlich 2 Richtungsänderungen haben.
Die ’00′-Dame (Joker) gehört standardmäßig ins Spiel, kann aber erst gesetzt werden, wenn man die Hälfte seiner Figuren verloren hat.
Der König ist ebenfalls obligatorisch, kann immer nur ’1v1h1d’ und, wie die ‘Dame’, zwei Richtungsänderungen ausführen.
Da die Regeln sehr schwer intuitiv spielbar sind, steht für beide Spieler der zentrale Sekundant als eine Art Schiedsrichter zur Verfügung. Der Sekundant ist ein Rechner, der mit entsprechender Software und Interface zu der Hardware des Schachspiels ausgestattet ist. Er informiert die Spieler über die möglichen Züge (die am Spielanfang definiert wurden). Dies geschieht folgendermaßen:
to be continued…
(In den kommenden Aufzeichnungen zum 4D-Schach geht es nicht um bereits ausformulierte SPIELREGELN, die konventionelle Spielbarkeit ermöglichen, sondern um spielerische REGELVERSCHIEBUNGEN ‘gewöhnlichen’ Schachs, die zu MÖGLICHEN Konzepten für ein neues unendliches Spiel führen sollen…)
Eine Art Selbstüberhöhung/schätzung: das an sich doch recht große Universum vollständig überblicken, es wie einen ausgewürgten Ballen aus Unverdautem unter die Lupe nehmen zu wollen … als ob eine Art innerer Zenmeister uns anfaucht: “Du gehst hier nicht weg, ehe du den ganzen Westfluss in einem Zug ausgetrunken hast.”
In der KNÄUELserie von 1992 erlaubte ich mir-nach jahrelangem, selbstauferlegten Malverbot- eine wahre Malorgie!

Wir reden hier über Tools für Profis.
‘Katzengoldhornissen’ /’foolsgoldhornets’
Well, I’m a kingbee, baby, buzzin’ ’round your house …
(hier folgt ein Fanfarensolo)
is anybody out there?
is anybody inside?
“Your creations beautiful, but what I like best about them is that they all look as though they have an important function to perform, were intentionally made beautiful in the same way that people might choose to have a more expensive or beautiful car, even if it does the same things as a Fiat. And yet I can’t guess what the function is, sort of as if I’m looking at artifacts from a lost culture, or perhaps an alien race. It’s all very intriguing. Also, you have more than a mere technical prowess; there is definitely a sense of fun, of humor, because the pieces are also playful and inviting.”
Charles Powne, Soleilmoon Recordings

… posaunt Singuläres über die Zukunft heraus! Leicht hysterische Fanfarenfrequenzen. Let’ s get excited …

Meine Faszination für Hornissen hat etwas mit einem Traum zu tun, den ich in jungen Jahren hatte. Es gibt eine Notiz dazu, die ich demnächst hier veröffentlichen werde.

… eine Art Schlittenposaune abwartetend vor 4 Pickelhaubentypen.
Dazwischen tropft Honig im Inneren einer Säule.

Eine weitere notwendige dekonstruktivistische Neubewertung deutschen Mobiliars. Es handelt sich hier um den “Honigsüchtigen Kneifer”, Teil einer größeren Installation, die an diesem Wochende @derRaum zu sehen war…
Während der Zerlege- und Umschichtungsarbeiten hörte ich immer wieder die Musik von Yello, die für mich in den 80er Jahren ein gewisses Dekadenzbewußtsein spiegelten … aber Captain Beefheart war mir zur der Zeit doch wichtiger. Danach verlor ich Yello aus den Ohren. Kürzlich hielt mir ein unbekannter Düsseldorfer Zukunftsfanatiker einen Batzen MP3 vor die Nase. Ob er geahnt hat, dass gut abgehangener eklektischer Kitsch gerade jetzt für mich ein Thema sein würde? Diese alten Schweizer wissen, was Groove ist. Die haben die letzen 15 Jahre nicht geschlafen. Eine Musik zu der man gut eine gelbe Sonnenbrille mit Goldrahmen tragen kann …

3-D Schach als Rauminstallation
Spiegel + Glas dominieren die Szenerie
luftige Räume mit transparenten Drucken
(Bohrung)
(Lampe)
210 cm
Objekte auch
ausserhalb
plazieren!
0,90 m
Bezüge aus Leder
mit Prägung
Holographien einbauen
(Abschrift einer Notiz vom 20/09/03, Kugelschreiber auf DinA4 Blatt)
Meine CAMERA OBSCURA ist von dem bekannten Prinzip eines primitiven Fotoapparats zwar inspiriert worden, hat sich aber von ein paar Objekten, die optische Funktionalitäten vortäuschen, zu einem Gesamtkunstwerk entwickelt, das mich noch weitere Jahre in Anspruch nehmen wird.
Derzeit umfasst die CAMERA OBSCURA eine Serie von 17 Objekten, 8 großformatige Dias und ein Video. Dazu kommt eine Sammlung von Ideen, die in den verschiedensten Medien festgehalten wurden: Zeichnungen, Skizzen und Notizen auf Zetteln, 3-D Modelle und Fotomontagen auf dem Computer, Texte, eine „Bedienungsanleitung“ usw…
Ziel aller Anstrengung ist eine ausschließlich der CAMERA OBSCURA gewidmete, finale Ausstellung in Form einer umfassenden, multimedialen Rauminstallation. Mir schwebt dabei eine Präsentation vor, die der eines Fotografiemuseums ähnelt. Es werden Versuchsanordnungen zu sehen sein, die die komplizierten Vorgänge zwischen den Modulen untersuchen und den Verdacht aufkommen lassen, daß die CAMERA OBSCURA ein Mensch ist.

Auszug aus einem Bewerbungsschreiben für einen Kunstwettbewerb, 2001

Ein KNÄUEL als Totale einer Weltsicht genügt nicht!
7 Bilder müssen übereinander getoastet werden, um das langweilige weiße Licht (= Lichtkeim) zu erzeugen.

Aus KNÄUELS (holograpghische Röntgenplatten) können mittels Stereoskop Bilder haptisch gecheckt werden.
Der Blasebalg des Stereoskops pumpt im Rhythmus der Bilder.

3-D Schach
Die gläserne Transparenz/Luzidität von M.D.
brauntöne / harte Grenzen / Perspektive
wie soll eine nichteuklidische Perspektive
ermittelt werden? Absurdität! Spielregeln?
____________
Spiegel von der Größe der Kacheln am Boden und an den Wänden als Sockel
die Figuren verschieben
sich ineinander
Verschachtelung
Verbindungen per Lichtstrahl? oder Leuchtstäbe?
Nylonfäden?
perspektivische Animation?
Pergament mit Objekten
Schichtungen
(Abschrift einer Notiz vom 20/09/03, Kugelschreiber auf DinA4 Blatt)
Stefan Zöllner
Flugzeugfressende Gärten
Schaufensterinstallation
Galerie Berners, Köln, 2002
Presseinformation
In seiner zweiten Schaufensterausstellung zitiert Stefan Zöllner die Bilderserie “Jardin gobe-avions” von Max Ernst. Nahe an der Ästhetik dieser um 1935 entstandenen Bilder bleibend, gelingt es ihm dabei jedoch, stringent seinem eigenen Weg zu folgen, der sich in Zeichnungen schon lange angekündigt hatte: aus Fundstücken gefertigte Objekte werden zu Akteuren in Rauminstallationen und Computeranimationen.
Dazu eine Notiz des Künstlers:
„Nachdem ich mich jahrelang ausschließlich mit Malerei beschäftigt hatte, ging mir bei einem Rheinspaziergang auf, was man mit Fundstücken alles machen könnte. Was ich in diesen Tagen alles fand! Ich mußte nur das, was zusammenpasste, mit einem geeigneten Kleber und ein paar Schrauben verbinden. Die entstandenen Objekte waren stärker als jedes gemalte Bild. Sie waren aufgeladen von ihrer unnütz gewordenen Funktionalität und auch vom Rhein selbst: sie waren r(h)eingewaschen und bereit, eine neue Identität zu finden.
Manchmal war ich so ungeduldig, daß ich mit den Fundstücken noch vor Ort, sozusagen in der Schafsscheisse sitzend, herumprobierte. Ständig kreisten dabei Ideen in meinem Kopf, etwa die Funde/Objekte transformiert zurückzubringen und wie Findelkinder auszusetzen. Ich stellte mir arglose Spaziergänger vor und wie sie reagierten, wenn sie unvermittelt auf diese Teile stießen…
Aber der Gedanke, etwas Wertvolles geschaffen zu haben, hielt mich davon ab. Nur aus Funden, die ich nicht mit nach Hause nehmen wollte, machte ich Installationen, die liegenblieben und die ich nur fotografierte.
Mit „Flugzeugfressende Gärten“ bringe ich nun umgekehrt die Wildnis in die Räume der Galerie Berners. Sand und Kies vom Rhein werden eingefärbt und in „Beete“ eingeteilt. Diese verlaufen jedoch nicht im rechten Winkel, sondern treffen in spannungsgeladenen Spitzen aufeinander. Diese Architektur oder Landschaftsgestaltung hat „Jardin gobe-avions“ von Max Ernst zum Vorbild, aber auch japanische Steingärten, wie den des „Ryoan-Ji“-Tempels in Kyoto.
In dieser Marslandschaft sind wespenartige Propellerwesen gelandet oder abgestürtzt, die von anderen kleinen Insekten umschwebt werden; man kann ihre Flugbahnen erkennen. Manche von ihnen leuchten wie Tiefseefische. Dem Festmahl wohnen zwei Erkenntnis-module der „Camera Obscura“ bei: die verspiegelte „Mandalabox“ und der „Sensor“ registrieren und speichern die Vorgänge.“

zwischen deinen Schwarzhaarigen,
Türen die beim Angeln stöhnen
nein, in den Augen
wo schwarze Schmiere wie schlierige Schmincke klumpt
so wie Salz & Brotkrümmel
die Haut der schwarzen Nacktschnecken ritzen
zungenküssende Kampfpartner
Schaum & Speichel des Todes …
Schwarze Haare wie Wolle auf dem Küchenboden
rostige Schere mit Blut in den Schenkeln
Schändung … schlechte Frisur
Da wurdest du unwirsch & wolltest nicht mehr sein
mit jenen, die dich liebten
wolltest töten mit Steinwürfen
Das war dann die hysterische Grausamkeit des Irren
Du bin ja ich
Renn durch den Regen
den Großmüttern die Hüte vom Kopf schlagend
Spring in die Pfützen
Betrinke dich sabbernd & kotzend
Renn weg
Renn weg
Salzige Brandung in meinem Inneren
ich schließe die Augen mal wieder
achte reglos auf alles:
ein Gefühl, das wahrnimmt
Ruhe
Endstation
Langeweile
4.6.1990
wie weiche Flut, alkalisch
die ewige Jugend, pupurn & braun
schwarze, glänzende Wimpern um das Muschelfleisch
hart das weiße Porzellan
die elektrische, schmerzende Lust
der Schrei, nach hinten fallend
nochmals die Sehnsucht
beim Erwachen der Farben
dem Dampfen der alten Erde
zurück zu dir
das bin ich
nun allein
ich weiß, wovon ich spreche
das Gebet an deinem Ohr
die magnetischen Wellen
am zitternden Rückgrat
silberne Verpuppung, goldenes Erwachen
weil es wie Schmerz klingt
weil es wie Brandung schmeckt
weil ich dich liebe
wo kannst du nur sein?
19.2.1990
Darmschlingen sich immer wieder aus dem Munde ziehen
& Lügen wie Sprechblasen blähen & ploppen lassen
dabei die Wangen wie Tonsuren konkav nach innen gesaugt
& die Augen hohl und bitter
auf die Wepennester ihrer Mumien gerichtet:
so alle Lappen fallen lassen!
11.3.1993

Wenn unsere Welt sich so entwickelt, wie es einige Zukunftsforscher visionieren, wird in wenigen Jahrzehnten ein Punkt erreicht sein, über den hinaus nichts weiter mehr vorausgesagt werden kann (Technologische Singularität). Dieser Punkt ist wie eine WAND. Dahinter scheint alles Mögliche möglich zu sein. Die Beschleunigung der Entwicklung dahin ist nahezu exponentiell. Wir befinden uns in einem Szenario, dessen Dynamik nicht mehr aufzuhalten ist. Interessanter noch: “Wir” sind vielleicht in der nächsten evolutionären Phase gar nicht mehr wichtig. Von uns geschaffene Maschinen werden Intelligenz und Bewusstsein neu definieren und ihrerseits ständig komplexer werdende Maschinen designen – ohne unser Zutun. Maschinen, Geräte, Instrumente werden ein Eigenleben entwickeln: Artificial Life.
Meine neuen Arbeiten befassen sich mit dieser Thematik.
Zur Zeit werden die “Katzengoldhornissen” (Arbeitstitel)“ noch an der oben beschriebenen WAND starr befestigt. Im Förderjahr (2006) werden sie in den RAUM hineinwirken. Sie werden fliegen lernen!
LICHT und TRANSPARENZ werden in der entstehenden Arbeit eine große Rolle spielen. Vorherrschende Farben: Hellgelb, Gold, leuchtende Schatten … Bernsteinzimmer.
Die instrumentartigen Objekte werden gotisch nach oben streben und sich gegenseitig mittels Flaschenzügen wie ein Perpetuum Mobile in die Höhe ziehen. Mr. Vertigo. Mir schwebt ein heidnisch-sakraler, technoider Dom vor…
Festlegung: Ich werde das ganze Jahr eine gelbe Sonnenbrille mit Goldrand tragen, auch an verregneten Tagen (vor allem an verregneten Tagen!).
Die Zukunft soll hell sein.
(30.10.2005, Bewerbungstext für ‘Kunstfonds’)
| Stefan Zöllner CAMERA OBSCURA Multimediales Projekt Projektbeginn: 1992 Projektende: offen [inspic=208,,,0] Die CAMERA OBSCURA ist von dem bekannten Prinzip eines primitiven Fotoapparats zwar inspiriert worden, hat sich aber von ein paar Objekten, die optische Funktionalitäten vortäuschen, zu einem Gesamtkunstwerk entwickelt, das mich noch weitere Jahre in Anspruch nehmen wird. Derzeit umfasst die CAMERA OBSCURA eine Serie von 17 Objekten, 8 großformatige Dias und ein Video. Dazu kommt eine Sammlung von Ideen, die in den verschiedensten Medien festgehalten wurden: Zeichnungen, Skizzen und Notizen auf Zetteln, 3-D Modelle und Fotomontagen auf dem Computer, Texte, eine „Bedienungsanleitung“ usw… Ziel aller Anstrengung ist eine ausschließlich der CAMERA OBSCURA gewidmete, finale Ausstellung in Form einer umfassenden, multimedialen Rauminstallation. Mir schwebt dabei eine Präsentation vor, die der eines Fotografiemuseums ähnelt. Es werden Versuchsanordnungen zu sehen sein, die die komplizierten Vorgänge zwischen den Modulen untersuchen und den Verdacht aufkommen lassen, daß die CAMERA OBSCURA ein Mensch ist. __________________________________________________ CAMERA OBSCURA / eine Redundanzmaschine / Text und __________________________________________________ ( A) BEDIENUNGSANLEITUNG _ CAMERA OBSCURA1) Mindestbelichtungszeit= 1 Woche, Maximalbelichtungszeit=
in den 7 Kammern findet eine Assimilation des jeweils für diese Kammer möglichen Frequenzbandes statt 2) liPo:linker Pol; (-) rePO:rechterPol (+)
Achsengenauer, optischer Aufsatz: 3) 1 _ 2 je Stab 7 Stufen aus den Kammern
4) Abgabe der 1. Ladungsstufe (1.Kammer) = halbe Ladung
5) Entfernung der Stäbe (1+2) 6) Abgabe der zweiten Energieportion 7) 2= West = rechts
je ein Schuss der Stäbe, ergibt einen zweiten Lichtkeim, reflex 45°, 1 _2
9) 1 _ 2 _ 3 _ 4 _ 5 _ 6 _ 7
7 Röntgenbilder werden im Wechsel durch Einsatz zwischen Entwicklersack den Lichtstäben beschossen.
Formel: Wie reimt sich 4 auf 7? per 28? Die Stäbe werden eingeführt + geben je ein Quant an die Spirale
7 Röntgenscheiben Bei noch aktivierter Kundalinispirale können die der Projektor
durch den Spion tritt das Phänomen aus und geht dann durch die KNÄUEL 12) werden ihre Werte in den “Rippen” gespeichert
_ die Rippen _ 13) Das Chromosometer kann die Werte wieder digital abgegebn. Die Schenkel werden weit gespreitzt und in die Kissen des Stereophons geleitet
14) und dreht sich auf seiner Lichtachse 15) wird ein Stab aktiviert und ein Quant emittiert und dabei die Spitze des
16) Wird diese Bewegung über der Mandalabox ausgeführt, kann diese 17) 4D-Projektion eingelegt und das Erzeugen eines Lichtknäuels von der Mandalabox
(4D-KNÄUELS können derzeit noch nicht zufriedenstellend projeziert
Wichtig für die völlig neue Entwicklung ist
18) der Sensomat N _ S
Da die Datenmenge hier erheblich ist, muß sehr bald ein backup gemacht Für das haptische Gesamtbild eines Panoramas muß die Übertragung 19)
20) Optische Datenkönnen ebenso in haptische transformiert werden. 21) Flachbildschirm, der so kaschiert wird, daß Bilder nur schemenhaft Die Bewegung eines Lichtpunktes (Koordinaten) (Spitze des Tasters) korrespondiert 22) Versuchsanordnung:
__________________________________________________ (B) EINSÄTZE _ CAMERA OBSCURA 1) 2) 3) __________________________________________________ (
Der Koffer , als Transport- und Operationsmodul, Vorschau des Schubladensystems
topless
Eingebauter Flachbildschirm zeigt KNÄUELzustand an
|
Versuche den Safe zu knacken, um in die Unterwelt zu gelangen …

Einfach nur beobachten, wie der Stift über das Papier gleitet. Nichts forcieren, einfach kommen lassen. Medium für die Vibrationen des unterirdischen Flusses sein. Meist wird ein Kugelschreiber verwendet, da es sich weniger um Zeichnung als um Aufzeichnung handelt.

Finsteres Blau hechelt im Tropfen
Schmerzschwarze Schlieren ziehen uns ab
Harzstreusel, quarzharter Schorf, sibirische Landschaft
Wenn der Körper uns drückt wie die blasige Walze,
überlängt in der Schwere des Plasmas,
gebären wir schleimige Lämmer
anstatt im Eishimmel zu schweben.
Ohnmacht umfängt den König der Olme
im nassen Kokon: schwitzende Erde
das Futteral ist seine Rüstung
Mondsperma träufelt endlos zu Fäden
& wie er auch entläßt ins Leere,
was ihn in schmerzender Schwangerschaft bläht,
so wird seine Nacktheit fetter
& fahl die schwarzen Augen,
die nichts sehen.
10.6.1991